Anklage erhoben: Jugendlicher stirbt an Drogenmix - Vorwurf der Abgabe von Betäubungsmitteln mit Todesfolge

Nach dem Tod eines 16-jährigen erhebt die Staatsanwaltschaft Dresden nun Anklage gegen einen 21-jährigen Beschuldigten

Dresden

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen einen 21-jährigen Deutschen Anklage zum Schwurgericht des Landgerichts Dresden erhoben. Dem Beschuldigten wird unter anderem die Abgabe von Betäubungsmitteln mit Todesfolge vorgeworfen.

Drogenverkauf am Hauptbahnhof

Nach den Ermittlungen soll der Beschuldigte am 18. Oktober 2025 gegen 18.00 Uhr am Hauptbahnhof Dresden einem 16-jährigen Deutschen 0,5 Gramm Crystal sowie den neuen psychoaktiven Stoff Isotonitazepyn verkauft haben.

Todesfolge nach Konsum der Substanzen

Laut Staatsanwaltschaft hatte dies für den Beschuldigten voraussehbar und vermeidbar zur Folge, dass der Geschädigte die Substanzen zeitnah konsumierte. In der Folge erlitt der 16-Jährige am 19. Oktober 2025 einen Herz-Kreislauf-Stillstand und verstarb am 24. Oktober 2025 im Krankenhaus.

Untersuchungshaft und weiterer Verfahrensverlauf

Der Beschuldigte wurde am 24. Oktober 2025 festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Er ist bereits geringfügig vorbestraft und hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. Das Landgericht Dresden wird nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden. Ein Termin zur Hauptverhandlung steht derzeit noch aus.

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