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  1. Dresden
  2. "Bauturbo" soll in Dresden schneller Wohnraum schaffen

"Bauturbo" soll in Dresden schneller Wohnraum schaffen

Dresden braucht bis 2035 rund 21.000 neue Wohnungen – doch der Bau stockt. Ein neues Instrument aus dem Baugesetz soll das ändern.

23.01.2026, 13:37 Uhr
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  • "Bauturbo" soll in Dresden schneller Wohnraum schaffen - Besonders der Ausbau der Chipindustrie treibt den Bedarf an Wohnraum in Dresden nach oben. (Symbolbild)
    Besonders der Ausbau der Chipindustrie treibt den Bedarf an Wohnraum in Dresden nach oben. (Symbolbild) Foto: Sebastian Kahnert/dpa
Dresden

Mit dem sogenannten "Bauturbo" will Dresden die Schaffung von dringend benötigtem neuem Wohnraum beschleunigen. Das Instrument umfasst eine Reihe von Änderungen des deutschen Baugesetzbuchs, die seit Ende vergangenen Oktobers gelten. Mit den neuen Regelungen können Wohnungsbauvorhaben insgesamt schneller genehmigt werden, jedoch entscheidet die Kommune über die Anwendung im Einzelfall.

Damit der Stadtrat nicht jedem einzelnen Bauantrag zustimmen muss, hat der Dresdner Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) einen Grundsatzbeschluss vorgelegt, der ihm Entscheidung über Projekte bis zu einer Größe von einem Hektar Grundfläche überträgt. Für größere Projekte ist weiterhin eine Abstimmung im Stadtrat vorgesehen. Die Regelung soll bis 2030 gelten.

Klare Regelung für effiziente Anwendung des "Bauturbos"

"Ziel ist es, Zuständigkeiten und Abläufe klar zu regeln, um die Neuregelungen effizient anwenden zu können", sagte Baubürgermeister Stephan Kühn laut einer Mitteilung. Einen solchen Grundsatzbeschluss haben demnach viele andere Kommunen in Deutschland ebenfalls erarbeitet.

"Damit die Projekte auch tatsächlich umgesetzt werden und der Bauturbo nicht zum Spekulationsturbo mutiert, knüpfen wir die Anwendung immer daran, dass ein zeitnaher Baubeginn erfolgen muss", stellte Kühn klar. Der Bauherr soll sich verpflichten, innerhalb von drei Jahren nach der Baugenehmigung mit dem Bau zu beginnen.

Der Stadtrat muss dem Grundsatzbeschluss noch zustimmen. Wann die finale Abstimmung stattfindet, ist bisher nicht festgelegt. Bis in den März hinein sind Beratungen in Ausschüssen, Stadtbezirksbeiräten und Ortschaftsräten geplant.

21.000 neue Wohnungen bis 2035 nötig

Dresden benötigt nach aktueller Prognose bis 2035 rund 21.000 neue Wohnungen. Vor dem Hintergrund des Ausbaus der Chipindustrie im Norden der Stadt ist der Bedarf in den kommenden fünf Jahren besonders groß. Bis 2030 sind jährlich etwa 2.300 neue Wohnungen nötig. In den vergangenen Jahren lag die Bautätigkeit jedoch deutlich darunter, in 2023 und 2024 entstanden lediglich je 1.700 Wohnungen. Der beschleunigte Wohnungsbau soll helfen, das erforderliche Niveau zu erreichen.

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Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH

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