Das Blütenwunder präsentiert sich als weltweit einzigartige Naturkunstausstellung, in der Frühblüher-Pracht und Sandkunst eine außergewöhnliche Symbiose eingehen. Auf einem rund 1.300 Quadratmeter großen, barrierefreien Rundgang erwartet Besucherinnen und Besucher aller Altersgruppen eine faszinierende Verbindung aus floraler Gestaltung und monumentaler Sandkunst.
Vom Rohmaterial zum Kunstwerk
Für die Ausstellung wurden insgesamt 230 Tonnen Sand mit drei Radladern in bis zu elf Meter lange und vier Meter hohe Verschalungen eingebracht und anschließend mit fünf Vibrationsstampfern verdichtet. In wochenlanger, filigraner Handarbeit entstanden daraus mithilfe von Sand und Wasser kunstvolle Skulpturen, die von erfahrenen Floristen mit tausenden Frühblühern, weiteren Pflanzen und floralen Dekorationen wie getrockneten Kelp-Algen veredelt wurden.
Lebendige Floristik im Wandel der Zeit
Die Floristik der Skulpturen bleibt während der gesamten Ausstellungsdauer lebendig. Durch den Einsatz von Echtpflanzen verändert sich das Erscheinungsbild der Kunstwerke kontinuierlich im Verlauf der Wochen. Möglich gemacht wird dieses Projekt durch ein Team aus über 40 helfenden Händen sowie eine monatelange Vorbereitung, die bereits im Sommer 2025 begann.
Öffnungszeiten und Tickets
Geöffnet ist die Ausstellung im Zeitraum vom 5. Februar bis zum 10. Mai täglich von 9.30 bis 18 Uhr, der letzte Einlass erfolgt um 16.30 Uhr. Tickets sind online bereits ab 6,90 Euro erhältlich, mit dem Early-Bird-Tarif lassen sich bis 48 Stunden vorher zwei Euro pro Ticket sparen. Weitere Informationen gibt es unter Blütenwunder-Dresden.
Neun Sandskulpturen zwischen Flüssen, Seen und Mee(h)r
Zu den Ausstellungs-Highlights zählen insgesamt neun verschiedene Sandskulpturen zum Thema "Von Flüssen, Seen und Mee(h)r", ergänzt durch weitere dekorative und floristische Kulissen. Dazu gehört ein über zehn Meter langer "Personendampfer Dresden", interpretiert aus Sand und gestaltet mit Dekorationen sowie Knotenspiel in Kooperation mit der "Weißen Flotte GmbH" anlässlich ihres 190-jährigen Jubiläums. Ebenfalls zu sehen ist ein 360 Grad geschnitzter und bepflanzter Leuchtturm in Anlehnung an die Kulisse von Moritzburg.
Fantasievolle Unterwasserwelten und internationale Motive
Mit "SandLantis" entsteht eine fantasievolle Unterwasserwelt - eine Wortschöpfung aus Sand und Atlantis - mit multimedialem Unterwassererlebnis. Ein beeindruckender Wal aus Sand erhebt sich aus einem Meer aus Frühblühern, angelehnt an eine Leihgabe des City Management Dresden, die Wal-Skulptur vor Oskarshausen. Internationale Sandskulpturen zeigen Motive rund um Flüsse und Seen, darunter ein Alpensee, eine Fluss-Szene in Kanada sowie die Kanäle Amsterdams, liebevoll in tausende Blüten gehaucht. Ergänzt wird dies durch fantasievoll bepflanzte Skulpturen wie Nessie aus Loch Ness, einen gigantischen Oktopus und ein farbenfrohes, blühendes Korallenriff mit Meerjungfrau. Interaktiver Blütenregen, ein Sandtheater sowie ein Frühlings-Shop mit Dekorationen, Saatgut und vielem mehr runden das Erlebnis ab.
Besonderer Sand aus Dresdner Sandgrube
Der für die Skulpturen verwendete Sand stammt aus einer Dresdner Sandgrube und entstand während der Saale-Kaltzeit vor rund 140.000 Jahren. Durch seine Ablagerung setzt sich der feine Sand wie in einem Trichter unten ab und muss daher von ganz unten gewonnen werden, was ihn besonders sauber macht. Mit einer feinen Körnung von 0 bis 1 Millimeter ist er ungewaschen und noch sehr grob - eine wichtige Eigenschaft, damit sich der Sand gut verzahnt und stabil bleibt, im Gegensatz etwa zu Ostseesand. Eine besondere Herausforderung stellten anhaltend kalte Temperaturen bis minus 16 Grad dar, die gefrorene Sandschollen entstehen ließen und mehrere Tage unklar machten, ob der Sand planmäßig eingebracht werden kann. Während ein anderer Sandskulpturen-Aussteller diesen Sand einst als ungeeignet einstufte, sind sich die beteiligten Sandkünstler einig: Einen besseren Sand gibt es nicht.
Internationale Sandkünstler und Floristen
- Zu den beteiligten Sandkünstlern zählt Jeroen van de Vlag aus der Schweiz, organisatorischer Leiter vor Ort, verantwortlich für Mengenplanung und Qualitätsprüfung des Sandes, mit über 30 Jahren Erfahrung. Er ist unter anderem an den Werken Dampfschiff PD Dresden, SandLantis, Alpen sowie Kanada und Amsterdam beteiligt.
- Michela Ciappini aus Italien, gelernte Bühnenbildnerin mit über 20 Jahren Erfahrung in der Sandkunst und internationalen Großprojekten, wirkt an der Meerjungfrau, Loch Ness sowie Kanada und Amsterdam mit.
- Jiri Kaspar aus Prag, Skulpturenbauer und Restaurator mit vielseitiger Materialexpertise, ist an Oktopus, Wal und Leuchtturm beteiligt.
- Ergänzt wird die Ausstellung durch die Arbeit renommierter Floristen. Christopher Ernst aus Thüringen, sechstplatzierter beim World Cup of Flower Art 2025 und leitender Florist der Landesgartenschau 2026, gestaltet gemeinsam mit Andrea Heffe unter anderem Oktopus und Meerjungfrau.
- Rocco Wustmann aus Sachsen, Landesmeister der Floristen 2019 und MDR-Garten-Florist, ist an Wal, Kanada, Amsterdam und SandLantis beteiligt.
- David Gehrisch aus Chemnitz, Floristmeister und Eventflorist, wirkt ebenfalls an Wal, Kanada, Amsterdam und SandLantis mit.
- Thomas Schrön von der Rülcker Gartenbau GmbH aus Dresden gestaltet Dampfschiff PD Dresden und Leuchtturm.
- Julia und Max Reinbold aus Freital übernehmen die floralen Arbeiten für Loch Ness und die Alpen.
BLICK.de-Gewinnspiel
Vom 5. Februar bis zum 10. Mai kann man das diesjährige Blütenwunder in Oskarshausen entdecken. BLICK.de verlost für einen Besuch am Tag deiner Wahl 3 x 2 Tickets. Die Tickets sind bis zum 31. März 2026 einlösbar. Löst einfach unser Bildpaarspiel und schon landet ihr im Lostopf. Ihr könnt bis zum 22. Februar 2026 (23.59 Uhr) teilnehmen. Wir drücken Euch die Daumen.
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