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Vom 13. bis 15. Februar findet in Dresden der 5. Elbvenezianischer Carneval statt. Foto: IMAGO/Sylvio Dittrich
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Barock statt Konfetti: Der Elbvenezianische Carneval kehrt nach Dresden zurück. Während andernorts Piraten und Superhelden feiern, flaniert Dresden in barocken Masken und Roben.
Dann, wenn anderswo Menschen zu Piraten, Superhelden, Cartoonfiguren oder Clowns werden, wird in Dresden in barocken Kostümen flaniert. Dresden feiert auch in dieser Saison wieder den Elbvenezianischen Carneval und das schon in seiner 5. Auflage. Erfahrt hier, worauf sich die Gäste 2026 freuen dürfen.
Dresden und der Barock gehören seit Ende des 17. Jahrhundert untrennbar zusammen. Unter Kurfürst August des Starken wurde der Dresdner Barock als neues stilistisches Zeitalter geprägt. Auf seiner Europareise durch Länder wie Frankreich, Spanien und Italien fasste der Kurfürst den Plan Dresden zur Barockstadt umzubauen und setzte dies nach seinen Vorbildern auch in die Tat um, weshalb Dresden bis heute ein stilistisch vom Barock geprägtes Stadtbild aufweist.
Bereits zur damaligen Zeit war zudem der „Elbvenezianische Carneval“ ein fester Bestandteil der höfischen Festkultur August des Starken und wurde zur wiederkehrenden und beliebten Tradition. Die Veranstaltung wurde vom Vorbild des Karnevals in Venedig inspiriert. Seit 2022 wird dieses Fest in der Residenzstadt nun schon wiederbelebt.
Auch in diesem Jahr wird der Elbvenezianische Carneval in Dresden als mehrtägige Veranstaltungsreihe bereits zum 5. Mal zelebriert. Dieser findet 2026 vom 13. bis 15. Februar mit unterschiedlichen Events, wie Tanzveranstaltungen und Lesungen in der Dresdner Innenstadt statt. Die moderne Version des Festes verbindet historische Forschung, z.B. durch Rekonstruktion barocker Kostüme, mit touristischer und künstlerischer Praxis und gilt als Beispiel gelebter städtischer Gedächtnispolitik.
Freitag, 13. Februar:
Die erste Veranstaltung des Festwochenendes findet am Freitag zwischen 17 und 18 Uhr statt. Es handelt sich um die Buchpremieren-Lesung „Dresdner Lustbarkeiten“ des Dresdner Musikwissenschaftlers Christoph Münch. Es geht in seinem Werk darum, wie die höfische Fastnacht zum Elbvenezianischen Carneval wurde. Nach seinen Studien u.a. im Sächsischen Staatsarchiv macht er Szenen aus der Dresdner Geschichte auf unterhaltsame Weise wieder lebendig.
Es wird um eine Anmeldung per E-Mail ([email protected]) gebeten und es besteht die Möglichkeit, sich mit dem Autor beim Abendessen im Atrium-Restaurant weiter über das Buch austauschen.
Samstag, 14. Februar:
Das große Flanierevent in Masken und Roben im Stil des Venezianischen Carnevals findet ab 11.45 Uhr am Dresdener Neumarkt (Luther-Denkmal) statt. Die Route ist der Jahreszeit angepasst und in großen Teilen überdacht. Es wird dabei auch Stopps zum Tanzen geben.
Ab 13.30 Uhr wird zum Lunch and Coffee im Bistro Ecke Frauenkirche geladen. (Achtung zum Selbstzahlen). Hier bitten die Veranstalter, um einer Platzreservierung per E-Mail unter [email protected].
Von 17 bis 18 Uhr findet im Museum der Dresdner Romantik die Lesung von Klaus-Werner Haupt zum Thema „Francesco Algarotti – Kunstankäufe im Auftrag des sächsischen Königs“ statt. Sie ist bereits ausgebucht.
Ab 18 Uhr lädt das Hotel Bellevue zum Sektempfang in Gewandung ein. Ab 18.30 Uhr beginnt das festliche Abenddinner mit der Möglichkeit zum Tanz. (Tickets 68 Euro pro Person, Anmeldung unter [email protected])
Sonntag, 15. Februar:
Das Wochenende klingt am Sonntag von 15.30 Uhr bis 17 Uhr mit dem Elbvenezianischen Maskenball in der Frauenkirche mit Livemusik aus. Tickets kosten 12 Euro pro Person, Kinder zahlen die Hälfte. Gebeten wird auch hier um Kostüm und Perücke.
Weitere Informationen zum Festwochenende, lest ihr auf der offiziellen Webseite des Elbvenezianischen Carnevals.
Carneval einmal ganz anders.
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