Dresden könnte größte Evakuierung seiner Geschichte drohen

Verdacht auf zwei Fliegerbomben an der Carolabrücke – rund 18.000 Menschen könnten betroffen sein

Dresden

Am Dienstag könnte in Dresden die größte Fliegerbomben-Evakuierung jemals stattfinden. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, werden am Dienstagnachmittag zwei Verdachtsfälle auf der Baustelle der eingestürzten (und inzwischen abgerissenen) Dresdner Carolabrücke freigelegt.

Verdacht auf Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg

Dort könnten sich zwei Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg befinden. Vorsorglich wurde bereits vor wenigen Tagen ein Sperrkreis gezogen. Mit einer über 90-prozentigen Wahrscheinlichkeit handelt es sich um Bomben, und es muss evakuiert werden.

Bis zu 18.000 Menschen betroffen

Das wäre die größte Evakuierung in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden jemals. Etwa 18.000 Menschen müssten ihre Häuser verlassen, Pflegeheime evakuiert werden.

Der mögliche Evakuierungsbereich umfasst nach Angaben der Landeshauptstadt einen Radius von etwa 1.000 Metern um die mutmaßliche Fundstelle am Neustädter Ufer.

Behörden und soziale Einrichtungen im Evakuierungsgebiet

Im potenziellen Evakuierungsgebiet liegen unter anderem mehrere Landesbehörden, Gerichte, polizeiliche Einrichtungen sowie das Neue Rathaus. Auch Alten- und Pflegeheime, Kindertagesstätten und weitere soziale Einrichtungen befinden sich innerhalb dieses Bereichs.

Evakuierung könnte länger dauern

Eine Evakuierung könnte im ungünstigsten Fall länger als 24 Stunden dauern. Für Menschen ohne private Unterbringungsmöglichkeit soll eine Notunterkunft in der Messe Dresden eingerichtet werden.

Kurzfristige Evakuierung möglich

Zugleich weist die Stadt darauf hin, dass trotz insgesamt geringer Wahrscheinlichkeit auch bereits während der laufenden Arbeiten Kampfmittel gefunden werden könnten.

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