Nach Bombenfund an Carolabrücke in Dresden: Weltkriegsbombe ist entschärft - Evakuierungsbereich wird aufgehoben

Wichtige Hinweise für Betroffene

Dresden

Wie die Polizei und Landeshauptstadt Dresden mitteilen, ist bei der Untersuchung der beiden Verdachtspunkte im künftigen Baufeld der neuen Carolabrücke eine Weltkriegsbombe gefunden worden.

250 Kilogramm schwere Fliegerbombe

Nach Bewertung des Kampfmittelbeseitigungsdienstes handelt es sich um eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe britischer Bauart.

Sofortige Evakuierung nicht erforderlich

Eine sofortige Evakuierung ist nicht erforderlich. Vielmehr erlaubt die Auffindesituation eine planmäßige Entschärfung der Bomben am Mittwoch.

Evakuierung am Mittwoch

Die Evakuierung des betroffenen Bereichs wird am Morgen durchgeführt. Zwischenzeitlich sichern Polizeikräfte den Fundort ab.

Beim zweiten Verdachtspunkt ist ein ungefährliches Eisenteil gefunden worden.

Entschärfung und Evakuierung

Der Evakuierungsradius beträgt 1.000 Meter um die Fundstelle (siehe Bild 2). Die Bürger werden gebeten, den Sperrbereich bis spätestens Mittwoch, den 11. März 2026, 9 Uhr zu verlassen. Im Anschluss wird die Polizei das Gebiet kontrollieren und noch anwesende Personen aus dem Bereich bringen.

Notunterkunft und Transport

Für Betroffene wird eine Notunterkunft ab 7 Uhr in der Messe Dresden eingerichtet. Diese steht ab 7 Uhr zur Verfügung. Die Dresdner Verkehrsbetriebe stellen zusätzliche Transportmöglichkeiten bereit.

Busroute zur Notunterkunft

  • Sachsenplatz
  • Striesener Straße/Gerichtsstraße
  • Pirnaischer Platz/Wilsdruffer Straße (Haltestelle am Landhaus)
  • Messe Dresden

Straßenbahnroute zur Notunterkunft

  • Albertplatz
  • Carolaplatz
  • Neustädter Markt (Blockhaus)
  • Theaterplatz

Wichtig für die Bevölkerung:

Die Bevölkerung wird fortlaufend über den aktuellen Stand informiert. Die Information erfolgt über

  • die Internetseite www.dresden.de/bombe
  • die Social-Media-Kanäle der Landeshauptstadt Dresden, der Feuerwehr Dresden sowie der Polizei Sachsen
  • Warn-Apps, die an das Modulare Warnsystem des Bundes angeschlossen sind.

Auch ein Bürgertelefon steht zur Verfügung

Die Landeshauptstadt Dresden hat ein Bürgertelefon unter der Rufnummer 0351 4887666 eingerichtet. Dieses ist am Dienstag bis 24 Uhr sowie Mittwoch: 7 bis 18 Uhr zu erreichen.

Update am Mittwoch, 11. März, 9 Uhr

Die Einsatzmaßnahmen im Zusammenhang mit der Entschärfung der Weltkriegsbombe an der Carolabrücke dauern an. Gegen 9 Uhr wurde das Evakuierungsgebiet abgesperrt.

Sperrbereich wird kontrolliert

Die Einsatzkräfte beginnen nun damit, den Sperrbereich zu kontrollieren. Dabei kommen auch eine Drohne und ein Hubschrauber zum Einsatz. Sobald keine Menschen mehr in dem Bereich sind, können die Entschärfungsarbeiten beginnen. Die Dresdner Polizei bittet alle Personen, die sich jetzt noch im Evakuierungsgebiet (siehe Bild 2) befinden, den Anweisungen der Einsatzbeamten Folge zu leisten.

18.000 Menschen betroffen

Etwa 18.000 Menschen sind von der Evakuierung betroffen. Der Verkehr im Umfeld wird von der Polizei abgeleitet. Autofahrer werden gebeten, das Gebiet weiträumig zu umfahren.

Neben Einsatzkräften von Feuerwehr und Rettungsdiensten sind rund 410 Polizisten im Einsatz.

Update um 12.35 Uhr - Evakuierung abgeschlossen

Die Einsatzmaßnahmen im Zusammenhang mit der Entschärfung der Weltkriegsbombe an der Carolabrücke dauern an. Gegen 12.33 Uhr haben die Einsatzkräfte die Evakuierung abgeschlossen. Sie verlief reibungslos. Aktuell sind etwas mehr als 310 Betroffene in der Notunterkunft in der Messe Dresden aufgenommen worden.

Zur Kontrolle des Sicherheitsbereiches brachte die Polizei auch eine Flugdrohne und einen Hubschrauber zum Einsatz. Jetzt beginnen die Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes mit der Entschärfung der Bombe.

Während der Entschärfung bleibt der Sicherheitsbereich (siehe Bild 2) gesperrt. Autofahrer werden gebeten, das Gebiet weiträumig zu umfahren.

Update der dpa

Wann die Evakuierung aufgehoben werden kann, ist laut Polizei nicht vorhersehbar. Die Entschärfung des Blindgängers wird den Angaben nach länger als gewöhnlich dauern, weil der Zünder kaputt ist und Spezialgerät nötig ist.

Update um 13.55 Uhr - Entschärfung läuft, Warnung vor falscher Meldung

Die am Dienstag an der Carolabrücke gefundene Weltkriegsbombe ist noch nicht entschärft.

Derzeit bekommen Menschen, die über eine KI-Suchmaschine im Internet nach dem Bombenfund in Dresden suchen, die Auskunft, dass die Entschärfung abgeschlossen wäre. Das ist falsch. Die Entschärfung des am Dienstag gefundenen Blindgängers dauert an. Entsprechend darf auch der Sperrkreis rund um den Fundort nicht betreten werden.

Die Dresdner Feuerwehr und die Polizeidirektion Dresden informieren, sobald die Bombe entschärft und die Sperrungen aufgehoben sind.

Update um 15.30 Uhr - Bombe entschärft

Die Weltkriegsbombe ist entschärft. 15.10 Uhr hatten die Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes den Zünder der britischen Fliegerbombe entfernt und anschließend gesprengt.

Die Polizei wird den Sperrbereich rund um die Fundstelle an der Baustelle für die neue Carolabrücke in Kürze aufheben. Aktuell läuft noch ein Sicherheitscheck. Im Anschluss wird der Kampfmittelbeseitigungsdienst eine Freigabe erteilen. Dann können die Anwohner wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Verkehrseinschränkungen werden dann ebenfalls aufgehoben.

Die 250-Kilogramm-Bombe wird im Anschluss zur Entsorgung in die zentrale Sammelstelle nach Zeithain gebracht.

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