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  1. Dresden
  2. Opfer sagt im Prozess um Messerangriff in Dresdner Tram aus

Opfer sagt im Prozess um Messerangriff in Dresdner Tram aus

Ein junger US-Amerikaner will in einer Dresdner Straßenbahn eine Frau beschützen und wird von zwei Männern brutal attackiert. Zum Prozess reist der gelernte Notfallsanitäter aus New York an.

Von dpa
06.05.2026, 11:32 Uhr
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    Opfer sagt im Prozess um Messerangriff in Dresdner Tram aus - Der bei einem Messerangriff im August 2025 verletzte US-Amerikaner hat jetzt vor Gericht ausgesagt. (Archivbild)
    Der bei einem Messerangriff im August 2025 verletzte US-Amerikaner hat jetzt vor Gericht ausgesagt. (Archivbild) Bild: Jürgen Lösel/dpa
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    Opfer sagt im Prozess um Messerangriff in Dresdner Tram aus - Im Zentrum von Dresden sollen zwei junge Männer einen 20-Jährigen in einer Straßenbahn angegriffen haben. (Symbolbild)
    Im Zentrum von Dresden sollen zwei junge Männer einen 20-Jährigen in einer Straßenbahn angegriffen haben. (Symbolbild) Bild: Robert Michael/dpa
Dresden

Das Opfer der Messerattacke in einer Dresdner Straßenbahn im August 2025 wird ein Leben lang von der Tat gezeichnet bleiben. Der 21 Jahre alte Notfallsanitäter aus New York sagte am Mittwoch im Prozess am Dresdner Landgericht gegen die beiden aus Syrien stammenden Angeklagten aus und schilderte den Vorfall aus seinem Erleben. Er hatte eine erhebliche Schnittverletzung im Gesicht erlitten, will die Narbe aber nicht in einer Schönheitsoperation beseitigen lassen. Die Narbe sei für ihn "okay", sagte er. Seinen Job als Model könne er aber seitdem nicht mehr ausüben, er werde wegen der Verletzung nicht mehr gebucht. 

Opfer wollte einer jungen Frau zu Hilfe kommen

Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Beschuldigten im Alter von Anfang 20 vor, in der Nacht zum 24. August 2025 den damals 20-jährigen New Yorker in einer Tram am Neustädter Markt angegriffen zu haben. Er war mit zwei Begleitern unterwegs und ging nach eigenem Bekunden dazwischen, als eine junge Frau von einem der Angeklagten angeschrien und geschlagen wurde. Er sei dann auch von diesem Mann geschlagen worden und habe plötzlich von der Seite ein Klickgeräusch wie von einem Springmesser gehört, schilderte er den Vorfall. Dann habe der andere Mann in sein Gesicht gelangt. "Es fühlte sich eher wie ein schwacher Schlag an." Das Messer habe er nicht wahrgenommen. Danach habe sich sein Gesicht aber taub und feucht angefühlt.

Notoperation nach Messerangriff

Das Opfer schilderte Schnittverletzungen am Augenlid, der Nase, an der Lippe und auch im Mund. Es sei aber sein Eindruck gewesen, dass er an der Halsschlagader getroffen werden sollte. Fahrgäste hätten ihm Taschentücher für die Wunde gereicht. In einem Dresdner Krankenhaus sei er notoperiert worden und dort drei Tage geblieben. Man habe seine Nase mit 40 Stichen genäht. Zunächst habe er nicht durch die Nase atmen können, heute aber keine Probleme mehr damit. Zudem schilderte er psychische Auswirkungen. Er schaue seither bewusster darauf, was um ihn herum geschieht. Ängstlich sei er aber nicht. 

Staatsanwaltschaft wirft Angeklagten weitere Straftaten vor

Die Staatsanwaltschaft wirft den angeklagten Syrern gefährliche beziehungsweise schwere Körperverletzung sowie weitere Straftaten vor. Dabei handelt es sich unter anderem um mehrere und teils auch gefährliche Körperverletzungen. Bei einem der Beschuldigten kommt ein besonders schwerer räuberischer Diebstahl hinzu. Beide Männer sind geringfügig vorbestraft und befinden sich in Untersuchungshaft. Einer hat die Tat teilweise gestanden, der andere machte bislang keine Angaben.

Weil es sich bei den Angeklagten um Heranwachsende handelt, wird vor einer Jugendkammer verhandelt. Ein Termin für die Urteilsverkündung steht noch nicht fest.

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Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH

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