Update zu Hallenbrand in Dresden: Feuerwehr mit 70 Einsatzkräften vor Ort

Die Anwohner sollen Fenster und Türen geschlossen halten

Großzschachwitz

Seit den frühen Morgenstunden ist die Feuerwehr Dresden im Großeinsatz. In einer etwa 30 x 40 Meter großen Halle ist aus bislang ungeklärter Ursache ein Brand ausgebrochen. In der Halle gelagerte Sortierreste stehen in Flammen. Das Feuer hat das gesamte Gebäude erfasst und führt zu einer starken Rauchentwicklung. Derzeit sind rund 70 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr sowie der Stadtteilfeuerwehren aus Langebrück, Lockwitz, Niedersedlitz und Pillnitz vor Ort. Mit mehreren Strahlrohren wird intensiv daran gearbeitet, eine Ausbreitung der Flammen auf angrenzende Gebäude zu verhindern.

 

Anwohner sollen Fenster und Türen geschlossen halten

Nach Aussagen von Klahre, Sprecher der Dresdner Feuerwehr, war am Vormittag wegen der massiven Rauchentwicklung Brandgeruch im gesamten Stadtgebiet wahrnehmbar. Ursprünglich habe man die Anwohner im Umkreis von 1.000 Meter aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Später habe das für das gesamte Stadtgebiet gegolten. Die Warnung wurde unterdessen wieder aufgehoben. Die Löscharbeiten sollen voraussichtlich noch bis Samstag dauern.

 

Das Technische Hilfswerk wurde angefordert

Die brennende Halle ist nicht zu halten. Das Technische Hilfswerk wurde angefordert, da wahrscheinlich technische Unterstützung der Beräumung der Halle erforderlich sein wird. Über den aktuellen Stand der Einsatzmaßnahmen informiert die Feuerwehr Dresden regelmäßig auf ihren Social-Media-Kanälen.

 

Lageupdate von 10.30 Uhr 

Der Brand ist unter Kontrolle. Aufgrund der enormen Hitzeentwicklung hat sich die Stahlkonstruktion der betroffenen Halle stark verformt, sodass die Tragfähigkeit des Gebäudes nicht mehr gewährleistet ist. Ein Betreten der Halle ist daher nicht möglich.

Zur Unterstützung der Löscharbeiten wird in Kürze schweres Räumgerät des Technischen Hilfswerks (THW) eingesetzt, um Teile der Halle kontrolliert einzureißen. Ziel ist es, den Brandherd gezielt mit Löschmittel erreichen und bekämpfen zu können.

Die Rauchentwicklung hat inzwischen etwas nachgelassen. Dennoch ist im gesamten Stadtgebiet starker Brandgeruch wahrnehmbar. Über soziale Netzwerke gingen zahlreiche Hinweise ein, dass Bürgerinnen und Bürger über Atemwegsreizungen und intensiven Rauchgeruch klagen. Als Vorsichtsmaßnahme sind derzeit Messtrupps im gesamten Stadtgebiet unterwegs, um mögliche gesundheitsgefährdende Schadstoffkonzentrationen in der Luft zu erfassen. Nach aktuellem Stand und aufgrund der Verteilung durch den Wind gehen die Einsatzkräfte nicht von einer akuten Gesundheitsgefährdung für die Bevölkerung aus. Personen, die dennoch über Beschwerden wie Atemwegsreizungen im Zusammenhang mit dem Großbrand klagen, werden gebeten, ärztlichen Rat einzuholen. Bitte wenden Sie sich dazu beispielsweise an Ihren Hausarzt und wählen nicht den Notruf 112!

Lageupdate von 14 Uhr 

Die Löscharbeiten an der betroffenen Industriehalle schreiten voran. Das Technische Hilfswerk (THW) ist vor Ort und unterstützt mit Radladern beim Ausräumen des Brandguts. Dieses wird ins Freie verbracht und dort gezielt abgelöscht. Parallel dazu kommen Greifbagger zum Einsatz, um Teile der Gebäudefassade zu entfernen. Dadurch gelangt zwar vermehrt Sauerstoff an den Brandherd, was die Rauchentwicklung vorübergehend verstärkt - gleichzeitig kann jedoch das Löschmittel noch gezielter aufgebracht werden.

Die bisher durchgeführten Luftmessungen im Stadtgebiet haben keine kritischen Schadstoffwerte ergeben. Auch die Geruchsbelästigung hat deutlich nachgelassen und ist derzeit überwiegend nur noch im direkten Umfeld der Einsatzstelle wahrnehmbar. Im Zuge der weiteren Löscharbeiten kann es in unmittelbarer Nähe des Brandortes - insbesondere im Bereich einer angrenzenden Kleingartenanlage - wiederholt zu Rauchniederschlag kommen. Weitere Auswirkungen sind nach aktuellem Stand nicht abzusehen. Aus diesem Grund wird die Warnung der Bevölkerung mit sofortiger Wirkung aufgehoben.

Die Löscharbeiten werden voraussichtlich bis in den morgigen Tag andauern. Um die Einsatzkräfte vor Erschöpfung zu schützen, erfolgt ein regelmäßiger Personalwechsel. Aktuell sind rund 70 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk (THW) im Einsatz. Die Versorgung übernimmt die Stadtteilfeuerwehr Lockwitz. Auch in der Nacht wird die Einsatzstelle durch Kräfte vor Ort gesichert, um eine durchgehende Brandwache sicherzustellen. Bei einer signifikanten Lageänderung wird die Öffentlichkeit umgehend informiert.

Die Polizei ist vor Ort und hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

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