Zwischen Mythen und Gänsehaut: Faun feiern in Dresden eine emotionale Zeitreise durch 25 Jahre Bandgeschichte

Mit ihrem Jubiläumskonzert in Dresden starteten Faun ihre 25-Jahre-Tour. Die Pagan-Folk-Band begeisterte ihre Fans mit Klassikern, selten gespielten Songs und einer musikalischen Reise durch ihre Bandgeschichte.

Dresden

Seit 25 Jahren entführen Faun die Menschen mit ihren Klängen nun schon in ferne Welten. Mythen, Legenden und alte Kulturen machen sie zum Mittelpunkt ihrer Melodien, dabei tauchen sie auch in verschiedene Sprachen ab. Immer dabei: Die Drehleier, die Laute, der Dudelsack und noch so manch besonderes Instrument.

Tourauftakt in Dresden: Nur sieben ausgewählte Städte in Europa

Am Freitagabend feierte die Band den Tourauftakt ihrer „25. Years“ Jubiläumstour in Dresden auf dem Konzertplatz Weißer Hirsch. Mit 1.300 Fans und damit fast ausverkauft, startete eine Zeitreise durch die Bandgeschichte. Im Vorfeld konnten die Fans einige Songs der Setlist bestimmen, die an diesem Abend zum Besten gegeben wurden.

Skald bringen Wikingersounds nach Dresden

Die Einstimmung um 19 Uhr übernahmen die Wikinger Skald, die direkt von ihrer Kanadatour angereist waren. Die französische Band hat sich der nordischen Mythologie verschrieben und beeindruckte nicht nur durch die fliegenden Haare von Sänger Steeve Petit, der sie im Takt seiner Percussion durch die Luft wirbelte. Sie brachten auch die erste Single „Draumakona“ des geplanten neuen Albums mit nach Dresden. Wer die Band nicht kannte, war spätestens nach dem Auftritt in ihren Bann gezogen. Auch muss einmal ein Lob an die tolle Location ausgesprochen werden. Diese könnte ein echter Geheimtipp in Dresden sein: Modern, süß-verspielt und es gibt alles, was das Herz begehrt (sogar einen Spielplatz).

Faun starten mit großen Hits ins Konzert

Um 20.15 Uhr war es dann soweit und Faun betraten die Bühne. Gleich zu Beginn lud Oliver Satyr, Sänger und Kopf der Band, die Fans ein, den Abend nicht nur auf den Sitzplätzen zu verbringen. Es sollte getanzt werden. Dafür ging es gleich mit der „Walpurgisnacht“ los, eines der Lieder, das die Fans gevotet hatten, da es sich seit vielen Jahren unglaublicher Beliebtheit erfreut. Danach folgte die besondere Ballade „Alba“, die ebenfalls in keinem Faun-Set jemals fehlen sollte.

Besondere Reise durch die Zeit

Überraschenderweise spielte die Band eine ganze Anzahl von Songs, mit denen viele nicht gerechnet hatten. So zum Beispiel freuten sich die Gäste über „Odin“, „Tamlin“, „Wind und Geige“, „Tinta“, „Gwydion“, „Hymn To Pan“, „Lament“, „Egil Saga“ oder „Iduna“. Das Lied „Federkleid“ gab es in einer neuen langsamen Balladenversion. Spätestens bei „Wind und Geige“ stand die ganze Menge und tanzte.

Zur Zugabe gab es noch „Diese kalte Nacht“, die ebenfalls ein großer Publikumsliebling ist. Besonders schön ist bei Faun, dass die Band die Fans mit ihren Anmoderationen noch einmal in die Geschichten der Songs mitnimmt, sodass man ihren Ursprung besser versteht, vor allem wenn sie in einer anderen Sprache zum Besten gegeben werden.

Konzert endet mit dem ersten Lied der Band

Den Abschluss machte ein ganz besonderer Faun-Track: „Das Lied ist das erste, was wir jemals als Faun aufgenommen haben. Hier ist „Der König von Thule“.“ Damit wurde der Bogen durch die 12 Studioalben gespannt und der Kreis geschlossen. Doch das Jubiläum bedeutet noch lange nicht, das Schluss ist. Die Band arbeitet schon fleißig weiter an neuer Musik, wie Sänger Oliver im Interview mit BLICK.de [Anmerk. d. Red.: Was im Laufe der nächsten Woche erscheinen wird] bereits verriet.

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