Die Spritpreise steigen wieder: Das System ist das Problem

Während internationale Krisen die Märkte erschüttern, zahlen Verbraucher an der Zapfsäule schnell die Rechnung.

Deutschland

 

Nachdem Auslaufen der Spritpreisbremse schießen die Preise besonders stark nach oben, weil im Iran geschossen wird. Dass Konzerne an den Krisen kräftig mit verdienen, sollte begrenzt werden.

 

Halbzeitshow und harte Realität

Die Fußball-WM ist vorbei und nachdem die vieldiskutierte Halbzeitshow den Eindruck eines bunten und guten weltweiten Miteinanders vermitteln durfte, wird nun wieder an heftigen Angriffen im Konflikt zwischen den USA und dem Iran deutlich, dass dies nur Augenwischerei war.

Gewinner der Krise

Für manche scheint sich Krieg nach wie vor zu lohnen. Das zeigen auch die Gewinne und Aktienkurse der Mineralölkonzerne, die seit dem Wiederaufflammen des Konflikts genauso steigen wie die Spritpreise. Es gibt sie also, die Krisengewinner.

Symbolpolitik ohne Abschreckung

Und die Regierungen trauen sich nicht, diese "Übergewinne" konsequenter zu besteuern, um mit den Einnahmen die Folgen der Krise für Menschen und Unternehmen abzumildern. Scheinbar ist die Arbeit der Konzernlobbyisten so gut, dass nur symbolische Maßnahmen ergriffen werden.

Die ersten Verwarngelder wurden immerhin in Niedersachsen verhängt, wenn Tankstellen gegen die umstrittene "12-Uhr-Regel" für Preiserhöhungen verstießen. Die 55 Euro dürften die Konzerne aber kaum erschrecken und kosten in der bürokratischen Umsetzung mehr als sie einbringen.

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