"Weil dein Wurzelchakra nicht fließt..."

Was hat es mit der Chakren-Lehre auf sich - Die Philosophie dahinter leicht erklärt

Viele wissen, dass ich eine kleine spirituelle Maus bin. Für viele Themen bin ich offen und ich habe schon oft über Chakren gelesen. Ich wollte wissen, was es mit dem Satz "Das kommt daher, weil dein Wurzelchakra nicht fließt" auf sich hat und deshalb könnt ihr mit mir heute gemeinsam in das Thema eintauchen. 

Ursprung liegt in Indien

Die Chakren-Lehre stammt ursprünglich aus Indien. Das Wort "Chakra" bedeutet so viel wie Kreis oder Rad und kommt aus dem Hinduismus und Buddhismus. Von dort aus wurden die Chakren-Philosophie in die westliche Welt getragen. Dabei beschreiben die Chakren die Energiezentrale des Menschen zwischen Körper und Seele. Die Chakren-Philosophie wird viel im Yoga, Reiki, Tantra und in Meditationen genutzt. 

Zur persönlichen Erleuchtung gelangen

Dabei gibt es sieben Chakren, die sozusagen die Hauptenergiezentrale des Menschen bilden. Sie sind über die Hauptenergieader Sushumna-Nadi, senkrecht entlang der Wirbelsäule, verbunden. Die Chakren sollen Energie in den menschlichen Körper von außen aufnehmen und durch ihn hindurch fließen lassen. Das höhere Ziel liegt in der Verbundenheit zwischen Mensch, Erde und Universum. Es heißt im Buddhismus und Hinduismus, dass ein Mensch "erleuchtet" ist, wenn alle Chakren vollständig geöffnet sind und die Lebensenergie ohne Blockaden fließen kann.

Bei jedem Menschen sind die Chakren unterschiedlich ausgebildet. Das soll mit dem individuellen Entwicklungs- und Bewusstseinszustand zusammenhängen. Jeder lernt andere Lektionen im Leben zu unterschiedlichen Zeitpunkten oder muss verschiedene Rückschläge und Hürden meistern.  Wer Blockaden hat, kann mit verschiedenen Methoden seine Chakren öffnen. Im Yoga gibt es viele Figuren, die extra dafür entwickelt wurden. Aber auch Düfte, Edelsteine, Bewegung, Musik und vieles anderes soll helfen.  

Das sind die sieben Chakren

Ein Chakra lässt sich als eine Art Energiewirbel vorstellen. Dabei hat jedes eine eigene zugeordnete Farbe, ein Element und eine Stelle im Körper, wo es liegt. Wir schauen uns die Chakren von unten nach oben einmal genauer an in ihrer Bedeutung. 

Das Wurzelchakra Muladhara

Das Wurzelchakra ist das wichtigste und auch tiefliegendeste Chakra. Es befindet sich am unteren Ende der Wirbelsäule, dem Steißbein. Es steht für Verbundenheit zur Erde und zu sich selbst. Es wird vor allem durch das Urvertrauen im ersten Lebensjahr von den Eltern gestärkt.Später zeigt sich, dass auch das Verhältnis zu materiellen Dingen hier verortet liegt.

  • Farbe: Rot
  • Element: Erde
  • Sinn: Geruch
  • beeinflusst: Knochen, Wirbelsäule, Zähne, Nägel, Beckenboden und Darm

Das Sakralchakra Svadhisthana

Das Sakral- oder auch Sexualchakra liegt etwa eine Handbreit unter dem Bauchnabel. Im Sakralchakra geht es um menschliche Beziehungen, Fortpflanzung, Lust und Genuss. Auch die Kreativität und tiefe Freude darf nicht zu kurz kommen. 

  • Farbe: Orange
  • Element: Wasser
  • Sinn: Geschmack
  • beeinflusst: Blut, Lymphe, Schweiß, Verdauungssäfte, Sperma und Urin, Tränen. Eierstöcken, Keimdrüsen und Hoden.

Das Nabelchakra Manipura

Das Nabelchakra wird zwischen Bauchnabel und Solarplexus lokalisiert, etwa auf Höhe des Magens. Hier sitzt die Persönlichkeit des Menschen. Ziele, Gefühle und Bedürfnisse des Bewusstseins werden hier gesteuert. Das Nabelchakra wird als Energiereserve des Körpers angesehen.

  • Farbe: Gelb - Goldgelb
  • Element: Feuer
  • Sinn: Sehen
  • beeinflusst: Bauch, Leber, Magen, Galle, vegetatives Nervensystem

Das Herzchakra Anahata

Das Herzchakra liegt, wie der Name schon verrät, am Herzen und stellt das Zentrum der Liebe dar. Auch die Schönheit von Natur und Kunst können über dieses Chakra wahrgenommen werden. Hingabe, Selbstlosigkeit, Mitgefühl, Toleranz und Heilung spielen eine wichtige Rolle.

  • Farben: Grün und Rosa
  • Element: Luft
  • Sinn: Haptik
  • beeinflusst: Herz, Lunge und Kreislauf, Immunsystem

Das Kehlkopfchakra Vishuddha

Das Hals- bzw. Kehlkopfchakra liegt in der Region des Kehlkopfs und steht für Reinigung und Kommunikation. Hier sitzt die Wahrheit. Es drückt die menschlichen Gedanken und Gefühle aus und leitet die innere Stimme und öffnet das Tor zu höheren Bewusstseinsebenen. Die Verbindung zu Musik spielt hier eine große Rolle. 

  • Farbe: Hellblau
  • Element: Klang
  • Sinn: Gehör
  • beeinflusst: Rückenmark, Schilddrüse, Lunge, Bronchien, Speiseröhre, Stimmbänder

Das Stirnchakra Ajna

Das Stirnchakra liegt in der Kopfmitte zwischen den Augenbrauen und wird auch gern das "dritte Auge" genannt. Es dient als Ort der Intuition und des Verstandes. Durch dieses Chakra kann der Mensch visualisieren, Fantasie, Einsicht und Geisteskraft entwickeln.

  • Farbe: Indigoblau 
  • Element: Licht
  • Sinn: Sehen, Intuition
  • beeinflusst: Gesicht mit Augen, Nase, Ohren, Kleinhirn

Das Kronenchakra Sahasrara

Das Kronen- oder Scheitelchakra liegt am höchsten Punkt des Kopfes. Es wird als das Tor zum Universum und das Chakra des höchsten Wissens beschrieben. Hier entfalten sich Gottvertrauen, Spiritualität, Freiheit, Demut vor dem universellen Größeren.

  • Farbe: Violett bis Weiß
  • Element: Denken
  • Sinn: Einfühlung
  • beeinflusst: Zirbeldrüse, Schlaf-Wach-Rhythmus

Die Kundalini Kraft

Im Tantra wird eine interessante ätherische Kraft beschrieben, die eng mit den sieben Chakren verbunden ist. Eine schlafende und zusammengerollte Schlange, natürlich symbolisch gedacht, soll sich unter dem tiefsten Chakra, dem Wurzelchakra, verbergen und schlafen. Man nennt diese Kraft "Kundalini". Durch yogische Praktiken soll sie erwachen und alle Chakren durchstoßen und aufsteigen. Erreicht die Kundalini-Kraft das oberste Chakra soll der Mensch das höchste Glück erfahren und mit der kosmischen Seele vereinigt werden. 

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