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„Komplett vergessen“: so die Aussage von Morbidelli in Mugello

Franco Morbidelli fährt bei seinem MotoGP Heimrennen mit seinem 2021er Standard-Helmdesign, da er den Termin komplett vergessen hatte.

„Ich habe das komplett vergessen“, sagt Morbidelli in einem Interview am Donnerstag. „Ich lebe oft einfach so in den Tag hinein und schaue nicht allzu oft auf den Kalender. Deshalb habe ich einfach komplett vergessen, dass Mugello direkt im Anschluss an Le Mans kommt“. Der Italiener nimmt es offen gesagt ziemlich gelassen.

Helmdesigner Aldo Drudi hat aber die Termine im Kopf, er hatte bereits einige Sonderdesigns für Rossis Helme kreiert, und war auch für Morbidellis 2021er Standard-Helmdesign mit ausgefallenen tropischen Blumen auf der einen und europäischen Blumen auf der anderen Seite verantwortlich. Leider gab es diesmal aber eine Absage für Aldo.

„Als Aldo mich angerufen hat, um nach dem Design zu fragen, musste ich ihm sagen, dass ich das komplett vergessen hatte und ich nicht will, dass er jetzt irgendein Design überstürzt. Schließlich sollte das Design für das Heimrennen doch etwas Angenehmes sein und nicht etwas, was einen belastet“, sagte Morbidelli. Er plant stattdessen ein neues Helmdesign nun für das zweite Italien-Rennen im MotoGP-Kalender ins Auge.

„Für Misano werde ich das mit Sicherheit wieder gutmachen“, schaut Morbidelli auf den Grand Prix von San Marino im September und fügt aber mit einem Lächeln sofort hinzu: „Ich hoffe, dass mich meine Freunde dran erinnern werden, wenn der Misano-Termin näherrückt.“

Während Morbidelli in Mugello wegen des eigenen Vergessens auf ein neues Helmdesign verzichtet und nicht möchte, dass der Designer Drudi eins über das Knie bricht, geht es seinem Knie, das er sich kürzlich bei einem Training auf der Rossis Ranch in Tavullia unglücklich verletzt hat, jetzt wieder besser.

„Mein Knie ist in Ordnung. Seit dem Frankreich Wochenende habe ich viel Zeit investiert, um die Verletzung in den Griff zu kriegen. Wir haben versucht, die richtige Balance zwischen körperlichem Training und Physiotherapie zu finden. Und ich glaube, das ist uns ganz gut gelungen. Ich denke, beim Fahren sollte es keine Probleme geben“. Mit einem Lächeln auf den Lippen sagte er auch: „Skifahren könnte ich momentan wahrscheinlich nicht, Motorradfahren aber schon.“

Der Italiener verrät, dass sein Vertrag mit Petronas SRT ein aktuelles Werksmotorrad für 2022 vorsieht. Ob sich es da um Yamaha handelt oder um ein Motorrad einer anderen Marke, ist aber noch nicht richtig geklärt. Hinter den Kulissen vermutet man aber eine weitere Zusammenarbeit mit Yamaha.
Nämlich auf der anderen Seite haben sich VR46 und Ducati auf eine Kooperation ab dem nächsten Jahr geeinigt. Da ein Vertrag mit Petronas SRT existiert, wird Morbidelli wohl sicher bei dem Team bleiben, obwohl seine Aktie nach dem erfolgreichen Jahr 2020 gestiegen ist.

„Ich habe noch mit niemandem außerhalb meines Teams gesprochen. Mir ist aber bewusst, dass es Interesse von anderen Marken gibt“, sagt er diesbezüglich. „Aber ich habe noch mit keinem persönlich darüber gesprochen.“

Nach den ersten fünf Rennen ist der Italiener mit 33 Punkten WM Achter. In Jerez eroberte er mit Platz drei seinen ersten Podestplatz in diesem Jahr.

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