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Formel 1 – Erkenntnisse zum Mexiko GP und Hamilton muss jetzt alles riskieren

Während Lewis Hamilton nach dem zweiten Platz bei dem GP von Mexiko für den Saisonendspurt keine große Wahl mehr hat, als volles Risiko einzugehen, wird Red Bull zu Unrecht für sine Strategie von Sergio Perez kritisiert.

Lewis Hamilton muss in den nächsten Rennen alles riskieren

Auf dem Podium nach dem Rennen hätten die Körpersprachen der zwei Erstplatzierten kaum unterschiedlicher sein können. Während Max Verstappen sichtlich sehr gut gelaunt via einer Hebebühne auf das Podest gefahren wurde und unter Applaus der mexikanischen Fans seinen Sieg feierte, so schlich sich Lewis Hamilton nach dessen Ankündigungsaufruf beinahe laut und gestenlos auf seinen Platz.

Und das war nicht grundlos

Bei Lewis Hamilton, der auch in der Niederlage stets gute Miene zum bösen Spiel machen kann, sitzt diesmal der Druck nach der neuerlichen Machtdemonstration des niederländischen Rivalen tief. Hatte man eigentlich sich bei Mercedes nach der Doppelpole am Samstag, leise Hoffnungen auf einen Sieg im WM-Kampf gemacht, daraus wurde aber nichts.
Verstappen fuhr den Briten um weitere sieben Zähler davon. Der Rückstand von Lewis Hamilton beträgt jetzt, vier Rennen vor dem Ende, schon 19 Punkte. Während die Experten die Leistung des Red Bull-Piloten nach dem Rennen in den Himmel lobten, Red Bull-Motorsportchef Helmut Marko „Das war jenseits von Gut und Böse. Es war ein perfekter Tag, einfach unglaublich von Max.“, verlässt Hamilton Mexiko mit einer großen Portion Druck und einer für ihn völlig neuen Situation.

Zum ersten Mal seit geraumer Zeit ist der Brite gezwungen, in das Risiko zu gehen. Mit seiner Leichtigkeit der letzten Saisons, in denen Hamilton stets mit dem besten Gesamtpaket seine Konkurrenz besiegte, aber dabei nie wirklich an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit gehen musste, ist nun vorbei. Vom 36-Jährigen Hamilton müssen für den Saisonendspurt nun 100 Prozent kommen.

Red Bull „war übermächtig“

Legt Hamilton seinen gewohnten, souverän kontrollierten und auf Fehlerlosigkeit bedachten Fahrstil nicht schnell ab, wird er, da sind sich mittlerweile viele der Experten und Fans sicher, aus diesem WM Kampf als Verlierer hervorgehen. Zu gut performt Max Verstappen in diesem Jahr, zu reif und zu abgebrüht ist er mittlerweile, zu fehlerlos fährt er seine Rennen runter und zu stark präsentiert sich der Red Bull.

Dementsprechend besorgt und sogar ratlos war Hamilton nach seiner Zieleinkunft. „Dieses Auto (Red Bull) war einfach übermächtig. Ich konnte nichts dagegen machen“ kommentierte Hamilton nach dem Rennen. „Die Pace von Max war einfach unglaublich.“ Sein Teamchef Toto Wolff sagte in ein ähnliches Ton „Unser Auto war definitiv nicht gut genug für Platz eins. Die Stimmung ist jetzt natürlich nicht großartig“.

Die gute Nachricht ist doch, noch ist alles offen

Bei vier Siegen in den nächsten vier Rennen wäre Lewis Hamilton, völlig unabhängig von Max Verstappens Ergebnissen, der Weltmeister. Das der Red Bull-Pilot es Hamilton aber derart leicht machen könnte, davon ist nicht auszugehen.
Das bedeutet nämlich auch, dass Mexiko der letzte Ausrutscher von Hamilton gewesen sein muss. Siegt der Red Bull und Verstappen auch in der kommenden Woche bei dem Großen Preis in Brasilien, so könnte der siebenfache Weltmeister den Titel aus eigener Kraft nicht mehr holen. Dann wäre der Titel Nummer acht und die endgültige Alleinstellung als der Rekordweltmeister in weiter Ferne gerückt.

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