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Jonathan Burkardt der neue Held in der U21?

Zu den Überraschungen in der deutschen U21 gehört auf jeden Fall Jonathan Burkardt. Das der Stürmer vom 1. FSV Mainz 05 spielen kann war lange bekannt. Bei dem 20-Jährigen jungen Spieler geht es eher um die Stabilität. Diese ist im Halbfinale gegen die Niederlande sehr gefragt.

Es sind fast zwei Jahre her, da gab der ehemalige Mainzer Trainer Sandro Schwarz seine Einschätzung über Jonathan Burkardt ab. „Bei ihm ist es nicht eine Frage des Talents oder Potenzials, sondern ob der Körper sich weiterentwickelt und mitmacht. Wir müssen darauf achten, dass er trotz der größeren Belastung im aktiven Fußball in der Lage sein wird, Woche für Woche auf dem Platz zu stehen.“

Der schnelle Burkardt war im Sommer 2019 gerade mal der eigenen U19 entwachsen und da erzielte er schon Tor um Tor in den Vorbereitungsspielen. Trotzdem hatte Förderer Schwarz noch seine Zweifel, ob der Sprung in die Profiliga das junge Talent überfordern könnte.

Burkardt konnte aber überzeugen und bei der U21-EM sein Talent zeigen. Der junge Nachwuchsspieler würde nicht gegen das Team aus Niederlande (Donnerstag, 21.00 Uhr) im Halbfinale spielen, wenn nicht die zwei Spieler aus Mainz besondere Rollen bekleidet hätten. Nämlich Torwart Finn Dahmen konnte im Elfmeterschießen gegen Dänemark (6:5) zwei Strafstöße halten, nachdem Burkardt seinen eigenen Versuch vermasselt hatte.

Trainer Stefan Kuntz über die gehaltenen Elfmeter „so eine Geschichte, die der Fußball schreibt“, Torwart Finn Dahmen war einfach nur glücklich. „Heute hat Finn den Johnny gerettet, damals war es umgekehrt“, sagte Trainer Kuntz. Der Matchwinner Dahmen konnte da nur zustimmen: „Ich habe damals gesagt, dass jeder für jeden da ist. Jeder darf Fehler machen, einer bügelt das dann aus. Heute war ich dran“, sagte er.

Burkardt keine einfache Saison, bei seinen nur 29 Einsätzen unter vier verschiedenen Trainern wurde er 13 Mal aus- und 15 Mal eingewechselt. Nur einmal durfte er gegen Arminia Bielefeld (1:2) durch spielen. Leider fehlte ihm die Konstanz, aber auch die wichtige Robustheit, um sich für die Spiele unverzichtbar zu machen. Dabei ist seine Schnelligkeit, seine vielen Laufwege und sein tolles Anlaufverhalten unbedingt bundesligatauglich.

Aber der junge Angreifer ist zufrieden: „Im ersten Jahr hatte ich vier Bundesligaspiele, im zweiten acht. Und in dieser Saison bin ich in fast jedem Spiel eingesetzt worden“, sagte Burkardt in einem Interview.

Zwischen den Mainzern und dem DFB-Nachwuchsteam besteht eine ganz besondere Gemeinschaft. „Das ist eine Riesenchance für uns, wenn in einem solchen Spiel drei Jungs aus unserem Nachwuchsleistungszentrum auf dem Platz stehen“, sagte NLZ-Chef Volker Kersting der „Mainzer Allgemeinen Zeitung“:

Wobei der „Hauptdarsteller“ bei Burkardt nur sehr eingeschränkt zutrifft. Denn „Johnny“, wie ihn bei der U21 alle nennen, hält von den sozialen Netzwerken wirklich nicht viel. Man findet ihn weder auf Instagram, Facebook oder bei Twitter. Seine eigene Begründung: „Ich möchte nicht so in diese Scheinwelt eintauchen. Ich bin gut ohne soziale Medien gefahren, vermisse nichts und werde nicht abgelenkt.“

Sein Arbeitgeber möchte den im Jahr 2022 auslaufenden Vertrag mit dem reflektierten Stürmer so rasch wie möglich Dach und Fach bringen. Die Verträge von drei anderen Stürmern (Adam Szalai, Robin Quaison und Robert Glatzel) laufen aus, bislang haben die Rheinhessen nur mit dem Spieler Karim Onisiwo langfristig verlängert. Die Verhandlungsposition um Jonathan Burkardt könnte mit der U21-EM nun sogar noch viel besser werden.

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