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Northern Ireland Open 2021 – Mark Allen macht seinen Heimsieg perfekt

Allen macht seinen Heimsieg perfekt, er gewinnt nach einem epischen Game das Northern Ireland Open 2021 in Belfast. Allen darf sich über das Preisgeld in Höhe von 70.000 Pfund, die berühmte Alex Higgins Trophäe und ein Preisgeld für das höchste Break sehr freuen.

John Higgins gewinnt noch 30.000 Pfund

Das mit Spannung erwartete Finale

Die Begegnung von Mark Allen und John Higgins war ein mit Spannung erwartetes Game. Auch die Vorfreude war enorm groß, nicht nur die beiden Spieler wollten so schnell wie möglich das Match bestreiten, sondern auch die Fans, Spielerkollegen und die Experten. Nach der tollen Leistung, die beide Spieler während des Turniers gezeigt haben, ist das kein Wunder. Alle spürten die fantastische Atmosphäre hier in Belfast und die Freude, die beide Spieler an ihrem Spiel hatten. Mark Allen hatte sich gewünscht gegen Higgins spielen zu dürfen. Irgendwie hat es ihm auch fast Jeder gewünscht seinen Heimsieg perfekt zu machen und nach Mitternacht war es dann auch soweit.

Die erste Session war am Nachmittag

Das mit Spannung erwartete Game eröffnete Mark Allen, mit einer guten langen Roten, bis er bei 30 Punkten dann an John Higgins abgeben musste. Higgins machte es sich mit dem Punkten nicht leicht und musste notgedrungen spgar auf die Spinne zurückgreifen. Leider hat sein Queue dabei aber eine Rote berührte und so musste er nach 21 Punkten wieder aussteigen. Allen nutzte hier aber seine Chance, spielte sehr konzentriert und ruhig, holte sich den Frame. Im zweiten Frame konnte Higgins mit einer guten Kombination auf eine lange Rote einsteigen. Was allerdings leider der einzige Punkt für ihn in diesem Frame war. Mark Allen gelang ebenfalls eine lange Rote, mit einem Break von 82 gewann er den Frame. Den Einstieg in den dritten Frame gelang Higgins erneut mit einer guten langen Roten. Higgins zeigte hier wie toll er spielen kann. Higgins löste einen Ball nach dem nächsten Ball vom Pulk und räumte in einer Gelassenheit den Tisch auf. Eine lange Rote auf die grüne Tasche wurde sogar von Mark Allen gewürdigt. Higgins verschoss dann leider Pink, aber es gelang ihm ein Century von 123 und verkürzte seinen Rückstand auf 1–2. Der vierte Frame war hier wieder umkämpfter. Nach einem Re-Rack stieg Mark Allen zwar mit einer guten langen Roten ein, aber hohe Breaks wurden nicht erzielt. Higgins hatte nicht viel Glück beim Lochen und so gewann Allen.

Stand zum Midsession Intervall (MSI) war also 1–3 und als Zwischenfazit lässt sich sagen, dass beide lange Rote können.

Aufholjagd kam nach dem MSI

Nach dem MSI begann Higgins seine Aufholjagd und holte sich mit einem guten Break von 68 den fünften Frame. Der sechste Frame wurde dann wieder der erste Frame, in dem die große Anspannung der beiden Spieler deutlich zu sehen war. John Higgins scorte bis 21, dann spielte Allen die Blaue rein, aber kam dann nicht weiter. Higgins verpatzte vielfach bei dem Versuch eine Rote zu lochen. Allen erhöhte hier auf 48 Punkte, Higgins näherte sich sogar auf 47 Punkte ran, aber versemmelte dann die letzte Rote. Mark Allen legte zwei Snooker und holte sich ganze vier Foulpunkte. John Higgins gelang es im weiteren Spiel nicht die Rote sicher abzulegen. Allen nutzte seine Chance, lochte und räumte die Farben bis Blau ab. Stand 2–4. Im siebten Frame gelang Higgins erneut eine lange Rote. Der Spielball gelang durch einen double-kiss auf die Position auf Schwarz. Higgins punktete bis 22, verschoss hier aber Schwarz von dem Spot. Allen spielte einen guten Safety, John Higgins gelang erneut eine tolle Kombination. Leider fiel Pink nicht, sondern blieb leider direkt vor der Tasche liegen. Allen holte Pink mit einer Roten aus der Tasche raus, sogar ohne die Rote zu seinem Pech zu versenken. Auch bei dem nächsten Versuch patzte er und so konnte Higgins den Frame für sich sichern. John Higgins verkürzte sogar auf 3–4.

Grandioser Steal in dem letztem Frame

Der letzte Frame dieser spannenden Session begann erneut mit einem Re-Rack. Mark Allen gelang der Einstieg dann mit einer langen Roten. Es folgte hier ein Safety-Battle, weil nichts lochbar war, außer der Spielball von Higgins. Allen nahm zwar hier die Foulpunkte an, ließ aber Higgins weiterspielen. Was von ihm ziemlich clever war. Higgins patzte, Mark Allen bekam die Chance und punktete bis 63. Doch dann lochte Higgins eine super Rote, punktete bis 16, verschoss aber Blau und nun begann erneut ein Safety-Battle. Dann war das Glück auf der Seite von John Higgins. Er bekam und nutzte seine Chance, den Frame in typischer Higgins-Manier zu stehlen. Die große Begeisterung darüber fand keine Grenzen.

Die finale Abendsession und das Drama ging weiter

Im ersten Frame des Abends ging nach ein paar guten Bällen auf beiden Seiten an Mark Allen. Er konnte den Tisch nach einem Fehler von John Higgins letztlich mit einem Break von 70 abräumen. Im zehnten Frame scheiterte ein von den Kommentatoren überlegter Maximum-Versuch von Mark Allen an der sechsten Roten. Higgins nutzte seine große Gelegenheit und erspielte ganze 63 Punkte. Da er zunehmend kleinere Probleme mit der Spielball-Kontrolle hatte, ging er aber lieber auf eine Nummer sicher und legte die letzte Rote sicher ab. Allen konnte nicht lochen, so dass Higgins im Anschluss den Frame für sich sichern konnte. Der Ausgleich zum 5–5. Den elften Frame konnte aber dann wieder Allen für sich beanspruchen. Er spielte tolle Bälle, begeisterte somit die Zuschauer und machte so den Sack mit einem Break von 85 zu. Im anschließenden Frame patzte Allen dann allerdings gleich den ersten Stoß, versenkte die Weiße. Er gab damit Higgins den Spielball in die Hand. Higgins kam doch nur auf 25 Punkte, weil er nach dem Splitt, eine lange Rote zur Abwechslung nicht gelocht hat. Mark Allen nahm diese dankbar als Einsteiger an. Nach nur 40 Punkten war sein Break dann aber erst einmal beendet. Es begann eines von den Zuschauern geliebte Safety-Battle und was die Dramatik kurz vor dem MSI natürlich steigerte. Großen Spaß hatten auch die beiden Spieler, insbesondere hier aber Higgins. Allen kam auch stark aus dem Snooker raus, konnte die Rote aber nicht lochen. John Higgins nutzte die Chance, gewann den Frame und glich zum 6–6 aus. Das Drama geht weiter, aber erstmal die Pause.

Die letzten Frames des Finals

John Higgins verschoss eine lange Rote und es wurde doch erstmal mehr auf Sicherheit gespielt. Irgendwann gelang Higgins dann doch der Einsteiger und ein gutes gespieltes Break von 64. Bis er dann wieder auf Nummer sicher gehen musste. Erstmals ging John Higgins in diesem Game in Führung. Im 14. Frame stieg Allen mit einem Fluke ein, aber kam nicht weit. John Higgins spielte einen super Safety, aus der er acht Foulpunkte holte und den Einsteiger in den Century-Break von 136 mitnehmen konnte. Stand 8–6. Der nächste Frame war wieder deutlich verfahrener. John Higgins gelang hier zwar der Einsteiger, aber nach nur sechs Punkten war Schluss. Mark Allen spielte immer öfter klasse Einsteiger, aber die Stellung auf die Farben gelang ihm leider nicht, aber legte den Spielball fast jedes Mal gut und sicher ab. In kurzen Schritten gelang es ihm aber letztlich doch, den Frame zu sichern. Der Abstand zu Higgins auf 8–7 zu verringern. Im 16. Frame gelang John Higgins der Einsteiger, verschoss dann aber nach 31 Punkten die Schwarze. Eine Chance für Allen, der gut abräumte, aber doch nach 58 Punkten aussteigen musste und dann traf er auch noch Blau statt das Rot. Safety-Battle, wie wir es uns alle wünschten und wieder traf Mark Allen nicht eine Rote, sondern die Schwarze. Higgins nahm die Foulpunkte sehr dankend an. Ließ Allen aber weiterspielen und es folgte Snooker vom Feinsten beim Zwischenstand von 43–59 und noch einer Roten.

John Higgins machte einen so blöden Fehler, so dass Mark Allen nur noch Lochen musste. Nach 27 Punkten war dann auch erstmal Schluss. Nach einigem Hin und Her gelang Mark Allen der Einstieg und auch er arbeitete sich sukzessive hier vor, aber auch bei ihm war nach 27 Punkten Ende. John Higgins konnte noch vier Punkte erspielen, bevor er wieder die Rote verschoss. Allen lochte die Rote, behielt seine Nerven und er gewann den allerletzten Frame des Northern Ireland Open 2021.

Ein verdienter Sieger

Mark Allen machte seinen Heimsieg perfekt und er hat es wirklich verdient. Ok, es hätten beide Spieler den Sieg verdient und gegönnt hätte wir alle es auch beiden Spielern!

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