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Jardiance und Metformin: Das sind die Unterschiede

Zuletzt aktualisiert am 07.03.2026
Inhaltlich geprüft durch: Chris

Typ-2-Diabetes betrifft immer mehr Menschen, und die Auswahl der richtigen Therapie ist entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung. Zwei der am häufigsten verschriebenen Medikamente sind Metformin und Jardiance. Beide Medikamente bieten Vorteile, aber welche Option ist die beste für Sie?

Dieser Artikel untersucht die wichtigsten Unterschiede zwischen Metformin und Jardiance, beleuchtet die Anwendungsgebiete, die Wirkungsweisen und geht auf die potenziellen Nebenwirkungen ein. Besonders 2025, wo personalisierte Medizin zunehmend an Bedeutung gewinnt, ist es von entscheidender Relevanz, die richtige Wahl zu treffen, die nicht nur die Blutzuckerwerte optimiert, sondern auch zu Ihrem Lebensstil passt.

Erfahren Sie, wie Metformin und Jardiance im Detail wirken und welche Faktoren Sie in Ihre Entscheidung einbeziehen sollten. So können Sie, gemeinsam mit Ihrem Arzt, die beste Therapieoption finden, um Ihren Diabetes langfristig unter Kontrolle zu halten.

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Wann werden die Mittel eingesetzt?

Die Arzneimittel Metformin und Jardiance (Wirkstoff: Empagliflozin) gehören zu den etablierten Therapien zur Behandlung des Typ-2-Diabetes mellitus. Beide Präparate zielen auf die Senkung des Blutzuckerspiegels ab, unterscheiden sich jedoch hinsichtlich ihres Wirkmechanismus, Nebenwirkungsprofils und kardiovaskulären Zusatznutzens.

metformin 1a pharma

Metformin ist gemäß nationalen und internationalen Leitlinien (z. B. ADA, EASD) das Mittel der ersten Wahl in der Initialtherapie. Es wird insbesondere bei übergewichtigen Patientinnen und Patienten sowie bei älteren Personen (> 65 Jahre) aufgrund seines langjährig erprobten Sicherheitsprofils und der geringen Hypoglykämiegefahr bevorzugt eingesetzt.

Es wirkt durch Hemmung der hepatischen Glukoneogenese und durch Verbesserung der peripheren Insulinsensitivität. Dadurch sinkt die endogene Glukoseproduktion, und die Glukoseaufnahme in das Muskel- und Fettgewebe wird gesteigert.

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Weitere Informationen zu Metformin finden Sie auf der Seite „Metformin: Erfahrungen & Tipps zum Online-Kauf“.

Jardiance (Empagliflozin) gehört zur Wirkstoffklasse der SGLT-2-Inhibitoren (Sodium-Glucose Cotransporter-2-Hemmer). Das Medikament reduziert die renale Glukoserückresorption im proximalen Tubulus der Niere, was zu einer vermehrten Glukoseausscheidung über den Urin führt.

Jardiance wird häufig zusätzlich zu Metformin eingesetzt, wenn dessen blutzuckersenkende Wirkung nicht ausreicht oder bei Kontraindikationen gegen Metformin (z. B. Nierenfunktionsstörung).

Indikationsabhängige Faktoren bei der Therapieentscheidung:

  • Allgemeiner Gesundheitszustand und Komorbiditäten
  • Alter und Nierenfunktion (GFR)
  • Verträglichkeit und Nebenwirkungsprofil
  • Zielwert für die Blutzuckersenkung (HbA1c)
  • Kardiovaskuläres Risikoprofil

Studien: Was ist besser – Metformin oder Jardiance?

Beide Wirkstoffe sind nachweislich in der Lage, den HbA1c-Wert signifikant zu senken.

Darüber hinaus zeigen Ergebnisse der EMPA-REG OUTCOME-Studie, dass Jardiance das Risiko für kardiovaskuläre Todesfälle, Hospitalisierungen wegen Herzinsuffizienz sowie Gesamtmortalität bei Patienten mit Typ-2-Diabetes und bestehender kardiovaskulärer Vorerkrankung deutlich senken kann.

Während Metformin in der Regel keine Hypoglykämien verursacht und mit einem günstigen Effekt auf das Körpergewicht assoziiert ist, zeigt Jardiance zudem günstige Effekte auf die Insulinempfindlichkeit und -sekretion. Beide Medikamente können – je nach individueller Risikokonstellation – auch in Kombinationstherapien eingesetzt werden.

Die Wahl der optimalen antidiabetischen Therapie sollte stets in enger Abstimmung mit einer Fachärztin oder einem Facharzt für Diabetologie erfolgen.

Linktipps:

Jardiance und Metformin: Die Wirkung im Vergleich

So wirkt der Wirkstoff Metformin:

Metformin ist ein orales Antidiabetikum aus der Klasse der Biguanide und gilt als Standardtherapie in der initialen Behandlung des Typ-2-Diabetes mellitus.

Die blutzuckersenkende Wirkung erfolgt primär über:

  • Hemmung der hepatischen Glukoneogenese (Reduktion der Glukoseproduktion in der Leber),
  • Steigerung der Insulinsensitivität im peripheren Gewebe (v. a. in Muskelzellen),
  • Förderung der Glukoseaufnahme in die Zellen.

Metformin hat zudem günstige Effekte auf das Körpergewicht und verursacht im Vergleich zu Insulin oder Sulfonylharnstoffen kein relevantes Hypoglykämierisiko. Eine kardiovaskuläre Protektion wurde in der UKPDS-Studie (UK Prospective Diabetes Study) insbesondere bei übergewichtigen Patientinnen und Patienten nachgewiesen.

So wirkt Jardiance:

Jardiance (Empagliflozin) gehört zur Klasse der SGLT-2-Inhibitoren (Sodium-Glucose Cotransporter-2-Hemmer).

Es senkt den Blutzuckerspiegel durch:

  • Hemmung des Natrium-Glukose-Kotransporters 2 im proximalen Tubulus der Niere,
  • Erhöhung der renalen Glukoseausscheidung (Glukosurie).

Zusätzlich zeigen Studien wie EMPA-REG OUTCOME, dass Jardiance signifikant das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse (Herzinfarkt, Schlaganfall, kardiovaskulärer Tod) und Hospitalisierung bei Herzinsuffizienz reduziert. Eine milde Senkung des systolischen Blutdrucks ist ebenfalls dokumentiert.

Jardiance und Metformin: Anwendung im Vergleich

Beide Wirkstoffe stehen in oraler Darreichungsform (Tabletten) zur Verfügung und werden täglich eingenommen. Die Dosierung erfolgt individuell, abhängig vom klinischen Verlauf und den glykämischen Zielwerten.

Einnahme von Metformin:

  • Erhältlich in verschiedenen Wirkstärken (z. B. 500 mg, 850 mg, 1.000 mg),
  • Initialdosis: 500 mg zweimal täglich oder 850 mg einmal täglich mit den Mahlzeiten,
  • Titration auf maximal 3.000 mg/Tag bei guter Verträglichkeit möglich,
  • Einnahme zu den Mahlzeiten minimiert gastrointestinale Nebenwirkungen (z. B. Diarrhö, Übelkeit).

Anwendung von Jardiance:

  • Verfügbar in Dosierungen von 10 mg und 25 mg,
  • Initialdosis: 10 mg einmal täglich, unabhängig von der Nahrungsaufnahme,
  • Steigerung auf 25 mg möglich bei unzureichender Blutzuckerkontrolle,
  • Gute Verträglichkeit, jedoch erhöhtes Risiko für Harnwegsinfektionen und genitale Mykosen.

Beide Medikamente können in Kombination verordnet werden, insbesondere bei unzureichender Monotherapie. Die Auswahl und Anpassung der Therapie sollte auf Basis individueller Risikofaktoren und in ärztlicher Begleitung erfolgen.

Kann man Jardiance und Metformin zusammen anwenden?

Die Kombination von Metformin und Jardiance (Empagliflozin) ist ein etablierter Bestandteil der medikamentösen Therapie des Typ-2-Diabetes mellitus, insbesondere bei unzureichender glykämischer Kontrolle unter Monotherapie.

Beide Wirkstoffe besitzen unterschiedliche Wirkmechanismen, die sich in ihrer Wirkung ergänzen:

  • Metformin hemmt die hepatische Glukoneogenese und verbessert die Insulinresistenz.
  • Empagliflozin fördert über Hemmung des SGLT-2-Transporters die Glukoseausscheidung über die Nieren.

Die Kombinationstherapie kann sowohl initial (bei HbA1c-Werten > 8,5 %) als auch sequenziell eingesetzt werden. Die Gefahr einer Hypoglykämie ist bei Kombination ohne Insulin oder Sulfonylharnstoffe gering, sollte aber dennoch klinisch überwacht werden.

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Was ist bei der Anwendung von Jardiance und Metformin zu beachten?

Für eine sichere und wirksame Therapie sollten folgende Punkte beachtet werden:

  • Regelmäßige Blutzuckerkontrollen durch medizinisches Fachpersonal sind erforderlich, um Therapieerfolg und Nebenwirkungen zu beurteilen.
  • Dosierungen dürfen nicht eigenmächtig verändert werden – dies gilt insbesondere bei Kombinationstherapie.
  • Metformin sollte mit den Mahlzeiten eingenommen werden, um gastrointestinale Nebenwirkungen zu reduzieren.
  • Jardiance kann unabhängig von den Mahlzeiten oral verabreicht werden.
  • Bei gleichzeitiger Einnahme weiterer Medikamente sind mögliche Wechselwirkungen zu prüfen.
  • Die medikamentöse Therapie sollte stets in Kombination mit Lebensstilmaßnahmen (Ernährungsumstellung, körperliche Aktivität) erfolgen.

Nebenwirkungen im Vergleich

Metformin:

  • Häufig: gastrointestinale Beschwerden (Diarrhö, Übelkeit, Blähungen, Bauchschmerzen), metallischer Geschmack, Appetitlosigkeit
  • Selten: Kopfschmerzen, Schwindel
  • Schwerwiegend: Risiko einer Laktatazidose bei Überdosierung oder eingeschränkter Nierenfunktion; Symptome: Muskelkrämpfe, Tachypnoe, gastrointestinale Beschwerden

Jardiance (Empagliflozin):

  • Häufig: Harnwegs- und Genitalinfektionen, Polyurie, Pruritus
  • Gelegentlich: Hypoglykämie (v. a. in Kombination mit Insulin oder Sulfonylharnstoffen), Schwindel, Dehydratation
  • Selten: allergische Reaktionen, diabetische Ketoazidose (auch bei moderaten Blutzuckerwerten möglich)

Die Anwendung beider Medikamente erfordert eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung und engmaschige Überwachung, insbesondere bei Risikopatientinnen und -patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, Herzinsuffizienz oder multimorbidem Hintergrund.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten im Vergleich

Metformin:

Metformin zeigt potenziell klinisch relevante Wechselwirkungen, insbesondere bei gleichzeitiger Anwendung mit Arzneimitteln, die die Nierenfunktion beeinträchtigen oder den Säure-Basen-Haushalt beeinflussen.

Zu beachten sind:

  • Jodhaltige Kontrastmittel: Erhöhtes Risiko für akute Nierenfunktionsstörungen mit konsekutiver Laktatazidose. Metformin sollte 48 Stunden vor und nach der Verabreichung abgesetzt werden, bis die Nierenfunktion wieder stabil ist.
  • Diuretika (v. a. Schleifendiuretika): Verstärkte Gefahr einer Volumenverarmung und Laktatazidose.
  • Alkoholhaltige Medikamente oder übermäßiger Alkoholkonsum: Erhöht signifikant das Risiko einer Laktatazidose.
  • Schilddrüsenhormone (z. B. Levothyroxin): Können die blutzuckersenkende Wirkung von Metformin abschwächen.
  • Steroide (Glukokortikoide): Antagonisieren die Wirkung von Metformin, erhöhen potenziell die Insulinresistenz.
  • Beta-Blocker: Können Hypoglykämien maskieren oder in seltenen Fällen verstärken, insbesondere bei gleichzeitiger Metformineinnahme.

Jardiance (Empagliflozin):

  • Insulin und Sulfonylharnstoffe: Additive Wirkung, potenziell erhöhtes Risiko für Hypoglykämien.
  • Diuretika: Verstärkte natriuretische und diuretische Wirkung, erhöhtes Risiko für Volumenmangel und orthostatische Hypotonie.
  • Antihypertensiva: Kombination kann synergistisch zur Hypotonie führen, insbesondere bei älteren oder vorbelasteten Patientinnen und Patienten.

Anwendungsbeschränkungen und Gegenanzeigen im Vergleich

Metformin:

  • Niereninsuffizienz: Kontraindiziert bei eGFR < 30 ml/min/1,73 m²; bei moderater Einschränkung (eGFR 30–45) nur unter strenger Kontrolle.
  • Herzinsuffizienz und Lebererkrankungen: Relative Kontraindikationen aufgrund erhöhter Laktatazidosegefahr.
  • Schwangerschaft und Stillzeit: Nicht empfohlen, da belastbare Sicherheitsdaten fehlen.
  • Alkoholkonsum: Regelmäßiger Alkoholgenuss potenziert das Risiko für Laktatazidose.
  • Kontrastmittelgabe: Temporäre Therapiepause erforderlich.

Jardiance:

  • Überempfindlichkeit gegenüber Empagliflozin oder Hilfsstoffen: Absolute Kontraindikation.
  • Schwere Niereninsuffizienz: Bei eGFR < 30 ml/min/1,73 m² kontraindiziert; Wirksamkeit lässt mit abnehmender Nierenfunktion nach.
  • Typ-1-Diabetes und Ketoazidose: Nicht zugelassen, da erhöhtes Risiko für euglykämische Ketoazidose besteht.
  • Schwangerschaft und Stillzeit: Anwendung nicht empfohlen, da keine ausreichenden Humanstudien vorliegen.
  • Kinder und Jugendliche: Anwendung derzeit nicht zugelassen.
  • Hypotonie: Vorsicht bei bestehender Hypotonie oder Volumenmangel, insbesondere bei älteren Patientinnen und Patienten.

Die Entscheidung über den Einsatz dieser Medikamente erfordert eine individuelle Risiko-Nutzen-Abwägung unter ärztlicher Aufsicht.

Jardiance und Metformin: Wichtige Hinweise

Vor Beginn einer medikamentösen Therapie mit Metformin oder Jardiance (Empagliflozin) sollten stets nicht-pharmakologische Maßnahmen im Vordergrund stehen. Dazu zählen eine individuell angepasste, kohlenhydratbewusste Ernährung, Gewichtsnormalisierung sowie eine regelmäßige körperliche Aktivität.

Diese Basistherapie ist integraler Bestandteil der Behandlung des Typ-2-Diabetes mellitus und kann in vielen Fällen den Therapiebedarf verzögern oder reduzieren.

Da Metformin überwiegend renal eliminiert wird und Jardiance seine Wirkung durch Hemmung des Natrium-Glukose-Kotransporters 2 (SGLT-2) in der Niere entfaltet, ist eine regelmäßige Überwachung der Nierenfunktion (mindestens jährlich) erforderlich. Bei eingeschränkter glomerulärer Filtrationsrate (eGFR) muss die Dosierung angepasst oder das Präparat abgesetzt werden.

Zusätzlich besteht bei unzureichender Flüssigkeitszufuhr unter Jardiance ein erhöhtes Risiko für Volumenmangel und Dehydratation – daher ist eine adäquate Hydratation essenziell.

Metformin mit Online-Rezept – Wie bestellt man?

Metformin ist in Deutschland verschreibungspflichtig und darf ausschließlich nach ärztlicher Verordnung abgegeben werden. Dank telemedizinischer Angebote, wie sie etwa auf DoktorABC.com zur Verfügung stehen, ist jedoch kein persönlicher Praxisbesuch mehr erforderlich.

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Der digitale Rezeptprozess umfasst folgende Schritte:

  1. Ausfüllen eines medizinischen Fragebogens zur Erhebung des allgemeinen Gesundheitszustands und relevanter Vorerkrankungen.
  2. Auswahl geeigneter Behandlungsoptionen, welche von einer approbierten Ärztin oder einem Arzt geprüft werden.
  3. Bei medizinischer Eignung wird ein Online-Rezept für Metformin ausgestellt.
  4. Die Verordnung wird elektronisch an eine zertifizierte Versandapotheke übermittelt; der Versand erfolgt direkt an die angegebene Lieferadresse.

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Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf den Seiten „Metformin rezeptfrei online bestellen: Der legale Weg“ und „Metformin Preis ohne Rezept – Sind solche Bestellungen erlaubt?„.

Die Inanspruchnahme telemedizinischer Leistungen kann insbesondere für chronisch erkrankte, mobilitätseingeschränkte oder beruflich stark eingebundene Patientinnen und Patienten eine sinnvolle Ergänzung zur hausärztlichen Versorgung darstellen.

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Letzte Aktualisierung: 10.06.2025

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