1:3 gegen Aachen: Kumpelverein verliert das Schicksalsspiel

Der FC Erzgebirge Aue trennt sich von Alemannia Aachen mit 1:3 (0:2)

Aue-Bad Schlema

Der FC Erzgebirge Aue hat das Schicksalsspiel gegen Alemannia Aachen am Samstag mit 1:3 (0:2) verloren.

Geschichtsträchtiges Spiel in Sondertrikot

Dabei ging es für den erzgebirgischen Drittligisten um die Wahrung der Chance auf den Klassenerhalt. Zudem war es ein geschichtsträchtiges Spiel: Es war DAS Punktspiel des Jubiläumsjahres. Die Veilchen liefen aus diesem Grund diesmal nicht in ihren lilafarbenen Trikots auf, sondern trugen eine Sonderedition. Auf der Vorderseite des edlen, schwarzen Trikots glänzt Matt das Logo des FC Erzgebirge Aue. Die schwarze Farbe wurde mit Bedacht gewählt und trägt große Symbolik in sich. Es sei das Schwarz der eigenen Wurzeln, heißt es auf der Homepage: „Ein Schwarz, das die Geschichten der Kumpel erzählt, die den Verein geprägt haben, lange bevor hier der Ball rollte.“ Auf der Gegenseite spielten die Gäste aus Aachen komplett in Gelb.

Vereinsgeburtstag mit vielen Emotionen

Erst am Mittwoch hatten rund 5000 Fans den Vereinsgeburtstag mit einem emotionalen Festakt gefeiert und so ihre enge Verbundenheit gezeigt. Auch zum Jubiläums-Punktspiel kamen 8.300 Fußballanhänger ins eins-Erzgebirgsstadion.

Veilchen taumeln in Richtung Regionalliga

Im Interview bei Magenta-Sport sagte Michael Tarnat vor dem Spiel: „Wir müssen von den ersten Minuten an zeigen, wer der Herr im Haus ist.“

Leider blieb es in der ersten Halbzeit nur bei diesen Worten. Aachen setzte Aue von Beginn an unter Druck. Nach zehn Minuten dann endlich der erste erfolgsversprechende Angriff. Nach einem Foulspiel an Marcel Bär gab es Freistoß. Marvin Stefaniak schoss den Ball aus 18 Metern von halblinks genau in die Arme von Torwart Mauel Riemann. Der Kumpelverein kam nun besser ins Spiel und erspielte sich Chancen. In der 16. Minute sprang der Ball nach einem Eckball Pascal Fallmann vor die Füße. Der Schuss wurde geblockt. Nur zwei Minuten später köpfte Vincent Ocansey den Ball aus fünf Metern rechts neben das Tor. Dann in der 22. Minute die Riesenchance für Vicent Ocansey. Die Gäste verlieren im Vorwärtsgang den Ball. Marcel Bär spitzelte den Ball zu Vicent Ocansey. Manuel Riemann stürmte aus dem Tor, warf sich dem heranstürmenden Ocansey entgegen und konnte so die Führung der Auer verhindern.

Torschützenkönig Gindorf macht Unterschied

Es folgten die Minuten von Lars Gindorf, der Aachen mit zwei sehenswerten Treffern in Führung schoss. In der 24. Minute traf Gindorf zum 0:1. Er setzte sich links im Strafraum durch und schoss den Ball in die Torwartecke. Hier sah Martin Männel nicht gut aus. Nur zwei Minuten später ein Sonntagsschuss von der rechten Strafraumgrenze in die lange Ecke. Aachen führte 0:2.

Mit diesem Ergebnis und von Pfiffen begleitet ging es in die Halbzeitpause.

Früher Anschlusstreffer hilft nicht

In der Halbzeitpause wechselte Christoph Dabrowski gleich drei Spieler. Michael Clausen, Julian Günther-Schmidt und Erik Weinhauer kamen neu ins Spiel. Julian Guttau, Vincent Ocansey und Marvin Stefaniak blieben in der Kabine.

Aue begann sofort druckvoll und zeigte nun tatsächlich, wer der Herr im Hause ist.

Nach einer kurzen Ecke flankt Weinhauer in den Strafraum der Gäste. Ryan Malone kam fei zum Kopfball. Aue verkürzte in der 47. Minute auf 1:2. Die Gäste kamen die nächsten dreißig Minuten nicht aus der eigenen Hälfte. In der 62. Minute hätte der Ausgleich fallen müssen. Erik Weinhauer scheiterte aus zehn Metern völlig freistehend am überragend reagierenden Manuel Riemann. In der 80. Minute sind die Auer im Strafraum zu passiv. Ademi tanzte die Auer Abwehr aus, legte quer zu Pierre Nadjombe, der den Ball vorbei an Martin Männel ins Tor schob. In den letzten Minuten passierte dann nicht mehr viel auf Platz.

Aue hängt im Tabellenkeller fest

Durch das 1:3 ändert sich in der Tabellenkonstellation für die Veilchen nichts. Das Team von Cheftrainer Christoph Dabrowski hängt im Tabellenkeller fest und taumelt in Richtung Regionalliga.

In der kommenden Woche geht es für die Lila-Weißen zum SV Waldhof.

Habt ihr eine Meinung zu diesem Artikel oder einen Fehler entdeckt? Dann weist uns gern darauf hin.

Auch interessant für dich