10 Jahre "Gemeinsam für Kinder im Erzgebirgskreis"

Initiative Netzwerk zählt über 1000 Partner

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Ulrike Hofmann (li.) und Sandra Pohl (re.) sind Netzwerkkoordinatorinnen des Netzwerkes für den Kinderschutz im Erzgebirgskreis. Foto: R. Wendland

Aue. Kinderschutz ist und bleibt eine sehr komplexe gesamtgesellschaftliche Anforderung und Verpflichtung. Das Netzwerk "Gemeinsam für Kinder im Erzgebirgskreis" besteht jetzt seit zehn Jahren.

Mit je einem kleinen Netzwerk hat man 2007 in den Altlandkreisen begonnen und mit der Kreisgebietsreform hat man diese in ein großes Netzwerk überführt. Wie die Netzwerkkoordinatorinnen, Ulrike Hofmann und Sandra Pohl, erklären, hat man in den Jahren bis heute über 1100 Partner gewonnen, die sich im Netzwerk einbringen.

"Die Partner unterstützen Eltern in ihrer Erziehungsverantwortung", erklärt Hofmann, die noch anfügt: "Das Netzwerk hat den rein präventiven Charakter. Aber wir führen Schulungen mit Erziehern von Kindereinrichtungen und Lehrkräften aus Schulen zur Thematik Kinderschutz durch. Seit 2012 ist ein einheitlicher Verfahrensweg im Erzgebirgskreis festgeschrieben."

Und daran halten sich die über 1100 Netzwerkpartner. Die Vernetzung und die Absprachen funktionieren immer besser und man hat Dinge vereinheitlicht. Als Nachschlagewerk hat man den Elternkompass herausgegeben, der Angebote der Partner bündelt. Sandra Pohl sagt: "Wir als Koordinierungsstelle sind Ansprechpartner, wo sich Netzwerkpartner hinwenden können, wenn sie sich unsicher sind in bestimmten Situationen. Es geht darum, Fälle von Kindeswohlgefährdung rechtzeitig zu erkennen und zu vermeiden."

Bestehende Fälle werden laut Verfahrensweg ans Jugendamt weitergeleitet. "Auch können Netzwerkpartner mit eigenen Mitteln, die sie als Träger haben, helfen oder Angebote anderer Netzwerkpartner vermitteln", ergänzt Hofmann. Zum Netzwerk gehören Partner aus vielen Bereichen der Gesellschaft: Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, Schulen, Vereine, Verbände, Kommunen, Polizei und auch das Gesundheitswesens. Eine ganze Palette an Ärzten wirkt mit im Netzwerk. Die Berufsgruppe der Zahnärzte möchte man gern noch gewinnen.

Die Netzwerktreffen mit Referaten und Workshops in Annaberg-Buchholz und Aue, die jetzt stattgefunden haben, standen ganz im Zeichen von zehn Jahre Netzwerk.



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