103. Schwartenberglauf im Erzgebirge: Einstiger Weltcup-Held behält den Durchblick

Trotz Nebel und Ausweichstrecke lockt der Traditionslauf fast 200 Starter nach Seiffen. Lokalmatador Tom Reichelt und Talent Julia Schumann setzen die Glanzpunkte.

Seiffen

Obwohl die Schneesituation keinen großen Wettkampf in der traditionsreichen Schwartenbergloipe zuließ, ist der 103. Schwartenberglauf bei guten Bedingungen über die Bühne gegangen. "Weil der Termin diesmal außerhalb der Winterferien lag, waren fast 200 Skilangläufer dabei", sagt Anett Dietze vom gastgebenden Neuhausener Pulsschlag-Verein. Wie schon im Vorjahr diente die Loipe der Seiffener Sportwelt Preußler als Ausweichort, doch von einer Notlösung konnte keine Rede sein. Stattdessen gab es von den 193 Zielläufern großes Lob für die 1,8 Kilometer lange Runde, die je nach Altersklasse mehrfach zu absolvieren war.

 

Lokalmatador nicht zu bremsen

Sechsmal mussten die Männer den Kurs absolvieren, auf dem am Samstag dichter Nebel die Sicht erschwerte. Vor allem Tom Reichelt behielt dabei trotzdem den Durchblick. Der 43-jährige Lokalmatador vom Pulsschlag-Verein, der einst im Weltcup und bei Olympia für Furore sorgen konnte, erreichte über 10 Kilometer die beste Zeit aller Starter.

 

Starke Leistungen und verdiente Wanderpokale

Er erhielt dafür ebenso einen Wanderpokal wie Julia Schumann vom SV Neudorf, die als W-15-Siegerin die beste Zeit im weiblichen Bereich über fünf Kilometer vorzuweisen hatte. Beide waren auch im Teamsprint erfolgreich, der am zweiten Tag bei besserer Sicht 54 Staffeln an den Start lockte.

Talenten gelingt ein Double

Von den Gastgebern überzeugte neben Tom Reichelt auch Richard Gläßer. Eine Woche nach dem Gewinn von Gold und Silber bei den Landesjugendspielen fuhr der M-11-Starter in Seiffen sowohl im Einzel- als auch im Teamwettbewerb auf Rang 1. Doppelsiege durften ebenso Magda Drechsler (W 7) und Katharina Nestler (W 8) bejubeln.

 

Regionale Vereine in Topform

Bei den Frauen trug sich zudem Elina Matthes vom Pulsschlag-Verein in die Siegerliste ein. Doch auch andere Vereine aus der Region konnten zahlreiche Medaillen für sich verbuchen. Dazu gehörten neben dem SV Neudorf auch der ATSV Gebirge/Gelobtland und der SSV Geyer.

 

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