120 Neukirchener Grundschüler outgesourct

Bildung Die 3. und 4. Klassen werden vorübergehend in Adorf unterrichtet

Neukirchen. 

Neukirchen. Ab dem kommenden Schuljahr ziehen insgesamt vier Klassen der dritten und vierten Klassenstufe der Grundschule Neukirchen in das Gebäude der ehemaligen Schule in Adorf. Der Grund: Ab Sommer gibt es nicht wie gewohnt zwei erste Klassen, sondern drei. Im Gebäude der Grundschule Neukirchen würde für diese zusätzliche erste Klasse keine Räumlichkeit zur Verfügung stehen.

Idee eines temporären Klassenzimmers nicht ausreichend

Um das Platzproblem zu lösen, war zunächst ein temporäres Klassenzimmer in Form eines Containers geplant. Allerdings ist bereits heute anhand der vielen Zuzüge und steigenden Geburtenzahlen absehbar, dass es für die Schuljahre 2021/2022 und 2022/2023 ebenfalls sehr viele Anmeldungen geben wird, sodass erneut drei erste Klassen nötig werden.

"Da eine Vergrößerung des temporären Klassenzimmers aus Platz- und Kostengründen nicht möglich gewesen wäre, hat das Landesamt für Schule und Bildung das OK für eine temporäre Auslagerung gegeben", sagt Bürgermeister Sascha Thamm.

3. und 4. Klassenstufe ohne Information an Schulelternrat ausgelagert

Die Voraussetzung war allerdings, dass mindestens zwei Klassen ausgelagert werden. Der Bürgermeister und die Schule beschlossen daraufhin, die Klassenstufen 3 und 4 in den Schulteil Adorf zu verlegen. "Als Schulleiterin bin ich natürlich nicht davon begeistert, die Schulgemeinschaft derart zu splitten. Da an der Situation aber nichts zu ändern ist, werden wir in Zusammenarbeit mit dem Schulträger unser Bestes geben, den Kindern weiterhin einen qualitätsvollen Unterricht in einem entsprechenden Umfeld zu bieten", sagt Susanne Scholz.

Michel Götze kann als stellvertretender Elternratsvorsitzender kein Statement zu der geplanten Auslagerung der Schulklassen abgeben, da der Schulelternrat in keiner Phase der Problematik informiert oder beteiligt wurde. Er sagt: "Wir wurden weder über das bestehende Problem, noch über eine stattfindende Lösungsfindung informiert. Außerdem wurden die betroffenen Eltern nicht zur Bekanntmachung der Ergebnisse eingeladen."

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