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1300 Unterschriften und zwei Bebaungspläne gegen den Windpark Amtsberg

Windräder Bürgerinitiative und Gemeinderat gehen gegen Vorhaben von Freiberger Firma vor

Weißbach. 

Weißbach. Gegen Ende des Jahres hat die Bürgerinitiative "Gegenwind Amtsberg" nochmals ein Zeichen gesetzt. "Um den Protest der Amtsberger zu untermauern, wurde eine Kopie der 1307 Unterschriften an Landrat Vogel überreicht", erklärt Michael Schubert, der zu den Initiatoren gehört. Zusammen mit seinen Mitstreitern spricht er sich gegen das Vorhaben einer Freiberger Firma aus, die im Amtsberger Ortsteil Weißbach auf einer Anhöhe in Richtung Gelenau vier riesige Windräder errichten will. Einen entsprechenden Genehmigungsantrag hatte die Firma im Herbst beim Landratsamt eingereicht.

Pläne schon 2019 vorgestellt

Vorgestellt wurden die Pläne für den Windpark erstmals im vergangenen Jahr, woraufhin sich im Juni 2019 die Bürgerinitiative gründete. Seitdem wurden viele kleinere und größere Protestplakate im Ort angebracht. Außerdem stellte die Unterschriftensammlung eine wichtige Aktion dar, die nun auch dem Landrat präsentiert wurde. Zuvor war die Liste bereits an den Gemeinderat übergeben worden, der sich ebenfalls gegen den Windpark ausspricht. Dies wurde einmal mehr bei der jüngsten Gemeinderatssitzung deutlich, als Beschlüsse zur Sicherung einer positiven Ortsentwicklung gefasst wurden.

Umweltverträglichkeit wird bezweifelt

Durch die Aufstellung von zwei Bebauungsplänen soll "attraktiver neuer Wohnraum in einer landschaftlich ansprechenden, ländlich geprägten Umgebung" geboten werden. Dabei umfasst der Bebauungsplan "Wiesenweg-Gelenauer Straße" rund 18 Hektar. Der Plan für die "Gelenauer Straße Südwest" erstreckt sich sogar über knapp 150 Hektar. Nicht nur dieses Bauland soll vor den Windrädern geschützt werden. Auch in anderen Bereichen könnte ein möglicher Windpark nach Ansicht der Kommune für die Wertminderung von Grundstücken sorgen. Beim Versuch, das Projekt zu verhindern, geht die Gemeinde laut Bürgermeister Sylvio Krause zweigleisig vor. So setze man neben den Bebauungsplänen auch auf die Stellungnahme, die betreffs des Genehmigungsantrags beim Landratsamt eingereicht werden muss. Ein bislang vorliegendes Naturschutz-Gutachten halten die Amtsberger für unvollständig. "Ein Umweltverträglichkeitsverfahren ist zwingend notwendig", betont Krause.