2,5 Millionen Euro fließen in Freibad

Investition Mit straffem Zeitplan zum Neubau

Neukirchen. 

Neukirchen. Das hat heutzutage Seltenheitswert: 1,6 Millionen Euro Eigenmittel nimmt die Gemeinde Neukirchen in die Hand, um ihr Freibad zu sanieren. Und das in Zeiten, da Städte und Gemeinden diese "Geldfresser" eher schließen als zu erhalten. "Es ist eine bewusste Entscheidung", sagt Neukirchens Bürgermeister Sascha Thamm. Und im Juli soll das Badevergnügen schon starten. "Ein enger Plan, aber ich denke, wir schaffen es."

Bewusste Entscheidung für einen Neubau

Weitere 900.000 Euro erhält Neukirchen über die Fördertöpfe Leader und "Brücken in die Zukunft". Macht in Gänze eine Bausumme von 2,5 Millionen Euro, für die unter anderem ein neues Edelstahlbecken eingebaut wird. "Das Bad ist knapp 100 Jahre alt und wird 1921 erstmals erwähnt", so Thamm.

Das 50 mal 50 Meter Betonbecken entsprach aber nicht mehr den Anforderungen. Letztmals in den 1990er Jahren wurde die Filteranlage neu installiert. "Es musste etwas geschehen." Der Rat segnete das Großprojekt einstimmig ab. "Und zwar bewusst für einen Neubau, statt eine schrittweise Sanierung." 2018 wurde das Bad also geschlossen, zwei 50-Meter-Bahnen soll es nach wie vor geben. "Als Alleinstellungsmerkmal, denn das ist in Freibädern eher selten."

Lebensqualität der Neukirchner bewahren

Ein Familienbad für Jung und Alt solle es bleiben. "Das war beim alten Betreiber so und auch der neue will es so halten", sagt Thamm und ist sicher, einen versierten Mann gefunden zu haben. "Er betreibt mehrere Anlagen dieser Art in der Region." Neu sind ein Kinderbecken, ein Matschspielplatz und eine Breitwasserrutsche sowie der Neubau für Geräte und Filteranlage. Ziel: den eigenen Einwohnern mit dem Freibad ein Stück Lebensqualität vor der Haustür bewahren. "Und vielleicht auch Einzugsgebiet für ein Stück des Chemnitzer Raums sein", so Thamm.