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Chemnitz

20 Jahre Fischbauers in Deutschkatharinenberg

Kultur Bauerntheater nimmt auch zukünftig das Ortsgeschehen auf die Schippe

Deutschkatharinenberg. 

Deutschkatharinenberg. Ihr 20-jähriges Bühnenjubiläum hatten sich die "Fischbauers" anders vorgestellt. Normalerweise füllt das Bauerntheater jedes Jahr zur Kirmes ein großes Festzelt. Hunderte Zuschauer lachen sich dann die Seele aus dem Leib und das zu großen Teilen sogar über sich selbst. Dieses Jahr ist aber alles anders. Die Corona-Verordnungen ließen die traditionelle Kirmes mit so vielen Besuchern nicht zu.

Deshalb fanden am Freitagabend nur etwa 40 Gäste Platz im Huthaus des Abenteuerbergwerks Fortuna-Stolln in Deutschkatharinenberg, um das Jubiläum zu feiern. Ihnen boten die "Fischbauers" in Form von Videosequenzen Einblicke in die Stücke der vergangenen 20 Jahre. Über die Jahre haben inklusive Nebendarsteller mehr als 30 Darsteller bei den "Fischbauers" mitgewirkt. Der Stoff ist im Prinzip immer der gleiche und dennoch genauso immer wieder neu. Aktuelles Geschehen im Ort und der Region stehen dabei im Mittelpunkt. Auch die Eigenheiten oder Taten Einheimischer sind immer ein gefundenes Fressen für die Autoren der Stücke. So bekamen der ehemalige Bürgermeister Heinz-Peter Haustein und seine Nachfolgerin Claudia Kluge mit Sicherheit in jedem Jahr ihr Fett weg. Um den Schatz rund um den Fortuna-Stolln drehte sich das Geschehen bislang ebenfalls regelmäßig. "Richtig übel genommen hat uns unser Treiben zum Glück noch niemand. Kurzzeitig verschnupft waren einige aber schon", so die Leiterin des Ensembles Karin Wagner. 2014 hatte sie Tristan Roscher abgelöst, auch als Stückeschreiberin. In ihrem ersten Jahr musste sie sich erst auf die neue Rolle einstellen. Deshalb gab es damals nur eine Modenschau. Daran durfte sich jeder im Ort beteiligen.

"Mit der großen Resonanz hätten wir nie gerechnet", erinnert sich auch André Seifer. Er zählt seit vielen Jahren zum Ensemble. Auch deshalb gab es 2017 wieder eine Modenschau. "Der Vorteil ist dabei, dass dafür keine Proben notwendig sind", so Karin Wagner. Die Grundidee für die Stücke liefert sie. Danach werden die Vorschläge der übrigen Mitspieler eingebastelt. "Bei den Proben geht es mitunter chaotisch zu. Wir wundern uns immer, dass trotzdem immer so was Schönes rausgekommen ist", erzählte die Leiterin des Bauerntheaters. Pläne für 2021 gibt es auch schon. Schließlich blicken die Laienspieler optimistisch in die Zukunft.

Dass die Coronakrise dann auf die Schippe genommen wird, lässt sich mit Sicherheit nicht vermeiden.



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