20 Jahre Hoffnung: Pflegeheim blickt zurück

Hilfe Nachfrage auf Wohnplatz steigt stetig

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Markus Kermer, die älteste Bewohnerin des Hauses, Wella Berger, und Katrin Hofmann (v. l.). Foto: Jan Görner

Marienberg. "Das Hoffnung" des Diakonischen Werkes im Kirchenbezirk Marienberg blickt auf eine 20-Jährige Geschichte zurück. Viel hat sich seit der Eröffnung am 1. April 1994 verändert. Geblieben ist bis heute das Zwischenmenschliche, auf dass die Mitarbeiter um den Hausleiter Markus Kärmer nach wie vor den größten Wert legen.

Als Begleiter für den letzten Lebensabschnitt

"Wir wollen alte und kranke Menschen auf ihrem letzten Lebensabschnitt bestmöglich begleiten", sagte der Großrückerswalder. Das machte in der Vergangenheit mehrere Maßnahmen nötig, um sich auf die veränderten Umstände einzustellen. So stieg die Zahl der an Demenz leidenden Bewohner von ursprünglich zehn bis 20 Prozent auf mittlerweile 80.

Darauf reagierte das Team nicht nur mit mehr Personal. Die Flure wurden einem Farbkonzept entsprechend bunt gestaltet, und jeder von ihnen bekam einen Straßennamen. "Das soll den Bewohnern helfen, sich besser zurechtzufinden", so Markus Kermer. Damit sie sich im Freien aufhalten können, entstand ein Demenzgarten. Dort wachsen nur Pflanzen, welche die Besucher auch bedenkenlos essen können.

Das Haus wächst

Anfangs kümmerten sich im "Haus Hoffnung" 25 Mitarbeiter um 35 Bewohner. Heute sind 55 Mitarbeiter für 50 Bewohner da. Die Zahl der Ergotherapeuten hat sich von einem auf zwei verdoppelt. Die Anfragen sind deutlich gestiegen. Dagegen hat sich das Einzugsgebiet stark regionalisiert. Mittlerweile teilen sich auch Eheleute ein Doppelzimmer im Haus. Das war früher die Ausnahme.

Welche Probleme in Zukunft auf das "Haus Hoffnung" zukommen, kann keiner sagen. "Wir werden uns allen Herausforderungen stellen", so Markus Kermer.