300 tote Fische in Stollberg: Ermittlungen laufen weiter

Rätsel In der Talsperre Stollberg sind 300 Fische gestorben

Stollberg. 

Stollberg. Von Ende Februar bis Mitte März sind zirka 300 tote Fische von Mitarbeitern der Landestalsperrenverwaltung Sachsen in der Talsperre Stollberg gefunden worden. Wer die Tiere dort eingesetzt hat, ist bislang noch unbekannt. Die Hintergründe geben Rätsel auf. Laut der Experten handelt es sich bei den Fischen hauptsächlich um Giebel. Zum Grund, warum diese verendet sind, heißt es von der Landestalsperrenverwaltung: die Fische waren nicht an die natürlicherweise geringen pH-Werte des Wassers in der Talsperre angepasst und sind deshalb gestorben, nachdem sie vermutlich erst wenige Wochen zuvor ins Wasser gelangt sind. Das Rohwasser der Talsperre Stollberg an sich sei zu keiner Zeit gefährdet gewesen, heißt es. Mitarbeiter der Landestalsperrenverwaltung haben die toten Fische umgehend entfernt und das Wasserwerk informiert, damit bei einer eventuellen bakteriellen Belastung durch Fäulnisprozesse sofort eingegriffen werden kann.

Zudem habe man Fachleute der zuständigen Behörden, wie Untere Wasserbehörde, Landesuntersuchungsanstalt Gesundheit- und Veterinärwesen und den Fischgesundheitsdienst in diesem Fall mit einbezogen. Seitens der Landestalsperrenverwaltung ist bei der Polizei wegen Gewässerverunreinigung und Verstoß gegen das Tierschutzgesetz Anzeige erstattet worden. Die Ermittlungen dahingehend laufen. Auf die Frage, ob es einen solchen Fall schon einmal gegeben hat und was man unternehmen kann, dass sich so etwas nicht wiederholt, heißt es von der Landestalsperrenverwaltung, dass derartige Ereignisse Ausnahmen seien. rsw