40-jähriges Erinnern an Siegfried Sieber

Lokalhistorik Er war der Gründervater des Stadtmuseums Aue

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Museumsleiterin Sarah Becher mit einer Zeichnung, die Dr. Siegfried Sieber zeigt. Foto: Ralf Wendland

Aue. Die Stadt Aue würdigt einen bedeutenden Lokalhistoriker, dessen Todestag sich am 18. Juli zum 40. Mal jährt. Die Rede ist von Dr. Siegfried Sieber, dem Gründervater des Auer Stadtmuseums. Als Schüler lernte er am Kreuzgymnasium Dresden, war Mitglied im Kreuzchor. Später studierte er in Leipzig Geschichte, Geografie und Germanistik. Zwei Semester verbrachte er in München und promovierte 1910 in Leipzig.

Wie Museumsleiterin Sarah Becher erklärt, kam der gebürtige Oschatzer, der 1885 das Licht der Welt erblickt hat, 1912 nach Aue: "Hier hat er dann Zeit seines Lebens gewirkt." Sieber sei als Lehrer tätig gewesen und habe das Museumswesen in Aue und den Museumsverein Anfang der 1920er Jahre mitgegründet. "Siegfried Sieber hat anfänglich eine ganze Menge Dinge gesammelt", erzählt Becher. In mühevoller, zeitraubender und akribischer Art und Weise ging es schrittweise voran.

Siegfried Sieber legte einst den Grundstein für das Stadtmuseum

Damit hat er den Grundstein gelegt für den Aufbau eines Museums. Sieber sei sehr verbunden gewesen mit der Heimat und mit Brauchtum. Was er geleistet habe, könne man gar nicht hochgenug schätzen. Im Ersten Weltkrieg war Sieber in den Karpaten stationiert. Aus jener Zeit gibt es einen Bericht, den er verfasst hat. Dieser liegt im Museum vor und kann von Interessierten eingesehen werden.

Nach seiner Rückkehr aus dem Krieg beschäftigte sich Sieber intensiv mit der Erforschung der Region. Er hat sich verdient gemacht um die Historie der Stadt und des gesamten Erzgebirges. Über seine Forschungen hat er zahlreiche Artikel und Abhandlungen veröffentlicht.