500.000 Euro jährlich für Schneeberger Bäder

Unterstützung Stadtwerke stecken größten Anteil in das Geitner-Bad

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Gunar Friedrich (li.) und Schneebergs Bürgermeister Ingo Seifert schätzen das Geitner-Bad als Baustein zur Bereicherung des öffentlichen Lebens. Foto: R. Wendland

Schneeberg. Das altehrwürdige Dr. Curt-Geitner-Bad in Schneeberg ist 1908 eingeweiht worden - es steht also im kommenden Jahr ein runder Geburtstag an. Doch groß feiern will man nicht. Wie Gunar Friedrich, Geschäftsführer der Stadtwerke Schneeberg erklärt, stehe das erst bei der Zahl 125 wieder an. Zu tun gibt es in Fragen Erhaltung sowie Bade- und Saunabetrieb immer etwas - erst vor zwei Jahren wurde der Sauna-Bereich modernisiert. Das Geitner-Bad ist ein Zuschuss-Geschäft, daraus macht Friedrich keinen Hehl. Es ist wie in anderen Bädern auch. Die Einrichtung sei aber ein wesentlicher Baustein zur Bereicherung des öffentlichen Lebens, so der Geschäftsführer. Begonnen beim Schulschwimmen über Schwangeren- und Baby-Schwimmen bis hin zum Versehrtenschwimmen und zur Aqua-Gymnastik erfährt das Bad eine breite Nutzung seitens der Bevölkerung. Der Zuspruch hat sich jetzt erst wieder beim Familien-Badetag gezeigt, der sehr gut besucht war. Die Stadtwerke Schneeberg betreuen neben dem Geitner-Bad auch das Strandbad Filzteich und die Schwimmhalle auf dem Gelände der ehemaligen Jägerkaserne. Der Zuschuss, den das Unternehmen jährlich in die Bäder steckt, liegt bei rund 500.000 Euro. Der Großteil davon, etwa 75 Prozent, fließen ins Geitner-Bad. Auf den Filzteich entfallen rund 100.000 Euro mit einer Variable von 30.000 Euro je nach Saison.

Maßnahmen stehen im Geitner-Bad in nächster Zeit nicht an. Man konzentriere sich mehr auf den Filzteich, so Friedrich. Dort soll es Neuerungen geben und es wird eine Familien-Indoor-Erlebniswelt im Gebäude des ehemaligen Sportparks am Filzteich, das die Stadtwerke erworben haben, entstehen.