500 Jahre alte Schriften für die Nachwelt festhalten

Übertragung Zwönitzerin mit Adam-Ries-Sonderpreis ausgezeichnet

500-jahre-alte-schriften-fuer-die-nachwelt-festhalten
Sonja Hildebrand aus Zwönitz überträgt alte Schriften ins Digitale. Foto: Ralf Wendland

Zwönitz. Das älteste Gerichtsbuch der Stadt Zwönitz, das noch existiert, beinhaltet die Jahre 1501 bis 1554. Sonja Hildebrand beschäftigt sich mit solchen Schriften. Die auf Mikrofilm vorliegenden Daten erfasst sie digital. Der Adam-Ries-Bund Annaberg-Buchholz gibt Regesten, sprich Kurzfassungen der Texte aus den Gerichtsbüchern heraus. Für Heimat- und auch Familienforscher haben diese einen großen Wert, denn sie bilden die Grundlage ihrer Arbeit.

"Es ist eine schöne Aufgabe"

Sonja Hildebrand ist jetzt mit dem Adam-Ries-Sonderpreis ausgezeichnet worden. Hildebrand beschäftigt sich seit 1998 damit - begonnen hat alles kurz nach der Wende im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme bei der Stadt Zwönitz. Bis heute ist die 74-jährige, die vom Grundberuf technische Zeichnerin ist und sich weiterqualifiziert hat zur Teilkonstrukteurin, bei der Sache. Die Zwönitzerin sagt: "Es ist eine schöne Aufgabe, die sich da habe. Meine Tage sind sinnvoll ausgefüllt. Langeweile kommt definitiv nicht auf."

"Ich mache das, weil ich Lust dazu habe"

Das was Sonja Hildebrand tut trägt dazu bei, dass der Nachwelt wichtige Informationen erhalten bleiben. "Die alte Schrift zu lesen, habe ich nicht gelernt. Es gibt aber Leseschlüssel. Und ich habe ich mir ein mittelhochdeutsches Wörterbuch besorgt, um den Ursprung der Wörter zu erkennen", erzählt Sonja Hildebrand, die gesteht: "Ich mache das, weil ich Lust dazu habe und ich bin auch neugierig, was in den alten Filmen drin steht. Meine Gedanken kreisen viel um diese Sache. Die alten Texte zu verstehen, ist manchmal nicht leicht."