52. Börse der Zschopauer Münzsammler

Freizeit Hoher Besuch aus Bautzen auf Sammlerbörse

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Der Vizepräsident der Sächsischen Numismatischen Gesellschaft, Matthias Koksch, zeigt dem Zschopauer Roland Sittel eine seiner Münzen. Foto: Andreas Bauer

Zschopau. Sammler von Briefmarken, Münzen und Medaillen gibt es viele im Erzgebirge. Die Zahl der Vereine, die sich damit beschäftigen, hält sich dagegen in Grenzen. Einer der wenigen ist die Numismatische Gesellschaft Zschopau, die vor wenigen Tagen zum 52. Mal ihre Sammlerbörse durchführte. Sogar aus Franken und Thüringen waren Teilnehmer gekommen, um sich auszutauschen, ihre Sammlerstücke zu präsentieren und einige davon auch zu verkaufen.

Eine weite Anreise hatte auch Matthias Koksch auf sich genommen. Den Bautzener trieb sein Hobby, aber auch seine hohe Funktion ins mittlere Erzgebirge. Als Vizepräsident der Numismatischen Gesellschaft ist es ihm wichtig, engen Kontakt zu den Vereinen zu halten. Neben vielen Münzen hatte er auch lobende Worte mitgebracht. "Die Zschopauer sind schon seit vielen Jahren sehr aktiv", sagte Koksch unter anderem in Anspielung auf die Münzwerkstatt im Schloss Wildeck.

Dort war erst kürzlich eine Festmedaille anlässlich des 725. Stadtjubiläums geprägt worden, von denen die letzten Exemplare während der Sammlerbörse verkauft wurden. Auf seltene Exemplare hat es auch Koksch abgesehen. Seit er als 14-Jähriger die erste Münze von seinem Großvater geschenkt bekam, ist der Bautzener fasziniert: "2700 Jahre europäische Münzgeschichte lassen sich so erfassen."

Während Möbel und Kleidung irgendwann der Zeit und der Abnutzung zum Opfer fallen, bleiben Münzen ein dauerhaftes Medium, das man auch zu Hause haben kann. Sogar einen Stater aus dem Jahr 333 v. Chr. hatte Koksch dabei. Auch nächstes Jahr wird er in Zschopau erwartet, denn dann feiert der Zschopauer Verein sein 50-jähriges Bestehen.