ABC-Schützen verteilen gebastelte Ampeln

Aktion Kinder belohnen richtiges Verhalten von Erwachsenen im Straßenverkehr

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Angela Günther (vorn li.) bekam eine der Ampeln geschenkt und fand die Aktion sehr gut. Foto: Jan Görner

Marienberg. Die Verkehrserziehung ist Teil des Bildungsauftrages in sächsischen Kindergärten. Die Gebirger Kita Rappelkiste nimmt das Thema sehr ernst, wie die Erzieherin Sonja Gottschalk versicherte. Deshalb finden hier regelmäßig die verschiedensten Angebote statt. Diese werden auch von externen Partnern wie der Verkehrswacht Mittleres Erzgebirge und der Polizei begleitet.

Schritt für Schritt werden die Kinder so auf ihre selbstständige Teilnahme am Straßenverkehr vorbereitet. Dabei spielt auch das Fahrrad immer wieder eine Rolle. Kürzlich stand bei den Schulanfängern der Einrichtung das Thema Ampel auf dem Programm. Dabei wurde auch die Marienberger Bürgerpolizistin Jacqueline Diener einbezogen. Sie besuchte die Einrichtung deswegen mehrfach. Schließlich müssen sich die Mädchen und Jungen schon bald auf ihrem Schulweg sicher durch den Straßenverkehr bewegen.

Training durch Probeläufe

Diese Strecke stellt für die Kinder oft eine große Herausforderung dar. Jaqueline Diener betonte, dass der sicherste Weg immer der beste sei. Ampeln geben den Kindern beispielsweise eine gewisse Sicherheit. Die Kinder, die eigentlich einen zumutbaren Fußweg zur Schule haben, trotzdem immer zu fahren, hält sie für weniger gut. "Die Kinder müssen lernen, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen", erklärte sie. Das könne auch gemeinsam trainiert werden. Gegen Probeläufe in Richtung Schule hat sie deswegen überhaupt nichts.

Im Rahmen des Projektes haben die Kinder auch Ampeln gebastelt. Diese verschenkten sie am Marienberger Markt an Passanten, welche die Straße korrekt bei Grün überquerten. Dabei hielten sich längst nicht alle an die geltenden Regeln. Zwei Passanten liefen im Beisein der Kinder und der Polizistin einfach bei Rot über die Straße. "Das ist ärgerlich, denn gerade die Erwachsenen sollten Vorbild sein", betonte Jacqueline Diener. Angela Günther aus Marienberg war an dem Tag unterwegs und fand die Aktion sehr gut.