Abenteuer statt Flimmerkiste

Wanderung Kul(t)ourbetrieb des Erzgebirgskreises begibt sich unterhaltsam auf die Spuren des sächsischen Prinzenraubs

Wenn Kinder in den Herbstferien viereckige Augen bekommen, weil sie zu lang vor dem Fernseher hocken, dann wird es höchste Zeit für eigene Abenteuer. Der Kul(t)ourbetrieb des Erzgebirgskreises begibt sich am Dienstag zum letzten Mal in diesem Jahr auf eine Abenteuerwanderung.

"Wir hatten in diesem Jahr knapp 1.100 Teilnehmer", sagt Organisator Uwe Schreier und fügt hinzu: "Das hat uns selbst überrascht, denn mit so vielen hatten wir nicht gerechnet." Es sei die höchste Teilnehmerzahl, die man bisher hatte. Die Erfolgsfaktoren seien unterschiedlich: "Zum einen hat uns das Wetter in die Karten gespielt", glaubt Schreier und erläutert weiter: "Zum anderen hatten wir in diesem Jahr sehr viel verschiedene Wanderungen im Angebot." In den Sommerferien beispielsweise ging es fast jeden Dienstag und Freitag auf Wanderschaft. "Nur die besonders beliebten haben wir zweimal angeboten."

Die meisten gab es nur einmal, was für viel Abwechslung und "Wiederholungstäter" unter den Abenteurern sorgte.

"Neu war unsere Koboldwanderung in Raschau", so Schreier. Und auch der Prinzenraub habe in diesem Jahr seine Premiere erlebt. "Die Nachfahren der sächsischen Prinzen, Franz und Stefanie, wollen den Kindern die Hintergründe des Prinzenraubs erklären", reißt Uwe Schreier die Geschichte an. Doch die Abenteuerwanderung wäre eine schlechte Abenteuerwanderung, wenn nicht Unvorhergesehenes passierte. "Zeitgleich kommen auch die Nachfahren der Raubritter. Sie sind ebenfalls wieder aktiv geworden und wollen Prinz Franz rauben", lacht Schreier. Mit gut sechs Kilometern ist die Tour eher anspruchsvoll. Start zur Wanderung auf den Spuren des sächsischen Prinzenraubs ist am Dienstag 10 Uhr am Busbahnhof Schwarzenberg. "80 Voranmeldungen haben wir schon, doch es können sich gern weitere Kinder anschließen", sagt Uwe Schreier vom Kul(t)ourbetrieb.