Abenteurer auf Welterbespuren

Leute Helmut Windrich will mehr Gäste ins Erzgebirge locken

Helmut Windrich ist ein "Hans Dampf" in vielen Gassen. Der 64-Jährige aus Annaberg-Buchholz reist schon immer gern durch die Welt und animiert mit seinen Reiseberichten dazu, es ihm nachzutun. Dazu meint er: "Zu DDR-Zeiten habe ich tolle Touren nach Tschechien, Polen oder nach Bulgarien gemacht. Immer auf den Spuren von Bauwerken des Weltkulturerbes. Die Gebäude und Architektur haben mich inspiriert. Vieles war abenteuerlich und nach Ungarn hatten wir sogar Bettwäsche geschmuggelt." Nach der Wende ging es für ihn in den Rest der Welt. Vor allem Italien und Sizilien hat er auf den Spuren von Goethe mit dem Auto bereist. Als "Autopilger" begab sich der Erzgebirger auch auf die Wege des Heiligen Assisi. Danach gab es immer Vorträge, denn für Helmut Windrich ist klar: "Ich möchte meine Erlebnisse anderen Menschen nahebringen, ihnen damit Freude bereiten und sie vom Weg des Massentourismus abbringen." Doch der Annaberger hat eine weitere Vorliebe. In seiner Naturparkgalerie in der Kurparkhalle von Thermalbad Wiesenbad präsentiert er die verschiedensten Ausstellungen. Der Galerist lernte selbst das Malen und Zeichnen bei Carl-Heinz Westenburger. Später ist er dann zur Fotografie gewechselt. "Da ich von Beruf Graveur war, musste ich schon im Job vieles entwerfen und zeichnen. Darauf hatte ich keine Lust mehr. So packte mich die Dia-Fotografie und ich begann meine Reisen fotografisch zu begleiten." Auch die Ausstellungen in der Naturparkgalerie sind sehr wechselhaft, denn Helmut Windrich möchte viele Gäste ins Erzgebirge locken. Ob Fotos, Malereien oder die Werke von Kunststudenten, jede Exposition ist anders und spannend. Am Sonntag wurde eine neue Schau eröffnet. Bis zum 22. Februar 2013 zeigt die Rübenauer Malerin Ursula Fietsch unter dem Titel "Farben der Heimat", Erzgebirgsimpressionen aller Jahreszeiten.