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Abiturient lernt durch Verluste

Planspiel Erzgebirgssparkasse lässt Schüler risikolos an der Börse spekulieren

Einmal Börsenluft schnuppern, einen Eindruck bekommen, wie sich Gewinn anfühlt oder auch das Jammertal bei großen Verlusten erreichen - diese Möglichkeit bietet völlig risikolos das Planspiel Börse. Alljährlich im letzten Quartal lädt die Erzgebirgssparkasse dazu ein. In diesem Jahr nutzte 421 Spielgruppen das Angebot - deutschlandweit waren es mehr als 34.000 Gruppen.

Michael Hilbig, Privatkundenberater und als Jugendkoordinator verantwortlich für das Planspiel, freute sich, dass die Zahlen konstant blieben. Bemerkenswert aber fand er, dass das Berufliche Schulzentrum für Ernährung, Technik und Wirtschaft in Annaberg gleich 42 Spielgruppen ins Rennen schickte. "Das ist enorm. Sicherlich wird das Spiel an der Einrichtung auch in den Unterricht eingebunden."

Die Sieger aber kamen aus der Oberschule Beierfeld und vom Berufliche Schulzentrum Oelsnitz. Während die Beierfelder Nougatschnitten (Dominik Scharf, Fabian Lasch und Nico Köhler) in der Kategorie Nachhaltigkeit siegten, holten sich die Oelsnitzer Abiturienten Ruhm und Ehre in der Gesamtwertung.

Michael Hilbig stellte bei der Auswertung im Nightfly in Schwarzenberg fest: "Die Schüler setzen auf die namhaften Werte." Amazon, Google, Apple und Co. standen bei den Spielgruppen der Schüler hoch im Kurs. Die Lehrer hingegen probierten auch einmal weniger namhafte Werte. Auch die Oelsnitzern Abiturienten, die sich Two Girls and a half Kevin nannten, verließen sich auf große Namen.

Kevin Kirsch hatte bereits im Vorjahr Erfahrungen beim Planspiel gesammelt, allerdings dabei Verluste eingefahren. Diesmal überließ er nichts dem Zufall. Der Jugendliche checkte schon vor Beginn des Planspiel den Verlauf der Aktienkurse und führte sein Team, zudem auch Anne Ludewig und Nadine Ontyd gehörten, zielsicher zum hohen Gewinn.