Abriss? Denkmalschützer sind empört

Bauprojekt Rechenhausbrücke droht der Abriss

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Die Rechenhausbrücke soll einem Ersatzneubau weichen. Foto: Armin Leischel

Aue/Schwarzenberg. Der Erzgebirgskreis hat seit dem Jahr 2008 viele Millionen Euro in die Erhaltung seines Straßennetzes investiert. Viele Kilometer wurden davon grundhaft saniert und mit neuen Fahrbahnbelägen versehen.

Rechenhausbrücke

Ein Problem dabei bildete die Rechenhausbrücke in der Nähe von Bockau, die die Verbindung über Albernau nach Zschorlau beziehungsweise in Richtung Sosa und Eibenstock garantiert. Der steinernen Brücke droht der Abriss und ein Ersatzneubau soll entstehen. Dagegen laufen derzeit nicht nur Denkmalschützer und Ortschronisten Sturm.

Im Jahr 1874/75 wurde das Bauwerk über die Mulde errichtet. Durch den Eisenbahnbau 1875 wurde die vormals hölzerne Brücke durch einen massiven Steinbogenbau ersetzt. Jetzt gehen die Überlegungen dahin, das marode gewordene Bauwerk etwa im nächsten Jahr zu ersetzen.

Die Planungen laufen und endgültige Entscheidungen stehen noch aus. Man rechnet dann mit einer etwa zweijährigen Bauzeit.

Uferstraße

In der Uferstraße in der Schwarzenberger Vorstadt sehnt man derweil das Ende der Bauarbeiten herbei. Von Ende Juni bis Mitte November 2016 sollten die Bauarbeiten an der Uferstraße, zwischen Vorstadtbrücke und Wohnmobilstellplatz, ursprünglich dauern. Die Stützmauer am Schwarzwasser wurde zwischenzeitlich saniert, danach kam die Straße an die Reihe.

Die Winterpause kam dazwischen, und jetzt soll die Straße Ende März wieder freigegeben werden. Bei einer Besichtigung am Montag vor Ort waren nur noch wenige Baustelleneinrichtungen zu sehen.