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Abriss in Warmbad läutet eine neue Ära ein

Sanierung Alter Kultursaal weicht Eingangsbereich von geplantem Hotel im Pawlow-Haus

Warmbad. 

Warmbad. Mit dem Abriss eines Gebäudes geht oft eine gewisse Trauer einher. Erinnerungen werden wach an Erlebnisse, die nicht mehr wiederkehren. So ist es auch im Fall des Kultursaals im Kurort Warmbad, der einst als Anbau des sogenannten Pawlow-Hauses Austragungsort für vielerlei Veranstaltungen war. Bis zu 400 Personen verfolgten dort Konzerte, Theateraufführungen oder Kinofilme. So mancher kam in den vergangenen Tagen noch einmal vorbei, um einen letzten Blick auf den Saal zu werfen. Gut einsehbar war er, denn die äußere Hülle verschwand Tag für Tag ein Stück mehr.

Großes Gebäude bleibt erhalten

Inzwischen hat sich der Abrissbagger bis zur letzten der ehemaligen Sitzreihen vorgearbeitet. Und auch wenn so mancher noch einmal in Erinnerungen schwelgte, so mischt sich in diesem Fall auch eine große Zuversicht unter die Gefühle. Schließlich stand das Objekt über viele Jahre leer. "Wir haben lange vergeblich nach einem Investor gesucht", sagt Wolkensteins Bürgermeister über das historische Objekt im Ortsteil Warmbad. Mehr und mehr nagte der Zahn der Zeit an den Mauern oberhalb des Kurparkteiches. Dass dies im Fall des Pawlow-Hauses nun nicht mehr so ist, sorgt für Freude.

Arbeiten gehen zügig voran

Im vergangenen Jahr kaufte ein Investor das Anfang der 1950er-Jahre erbaute, lang gezogene Gebäude, in dem bald ein Hotel entstehen soll. Der Eingangsbereich soll sich dort befinden, wo ein großer Bagger noch rund zwei Wochen lang die letzten großen Steinbrocken und Holzteile des Kultursaals beseitigt. Diesen Veranstaltungsort nicht zu erhalten, ist aus Sicht von Liebing nachvollziehbar. "Das wäre heute nicht mehr rentabel. Da müssten zwei Veranstaltungen pro Woche gut besucht sein", so der Bürgermeister. Er sieht daher im gerade erst vom Stadtrat genehmigten Abriss eher ein positives Zeichen. Denn die Arbeiten zeigen, dass das Projekt zügig vorangetrieben wird.