Abtauchen in die Welt des Kaffees

Ausstellung Coffea Arabica in der "Manufaktur" in Annaberg-Buchholz

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Hier gibt es was zu schnuppern. Kathrin Grotz (li.), leitende Kuratorin vom Botanischen Garten und Botanischen Museum Berlin, und die Annabergerin Kerstin Burkhardt sind begeistert vom Duft gerösteter Kaffeebohnen. Foto: Dirk Trautmann

Annaberg-Buchholz. In der "Manufaktur der Träume" in Annaberg-Buchholz ist der Weg des Kaffees zu sehen - eine Wanderausstellung vom Botanischen Garten und Botanischen Museum Berlin.

Kaffee ist für viele ein Lebenselixier, ohne das am Morgen gar nichts geht. Johann Sebastian Bach widmete dem Getränk gar eine Kantate, der sächsische Komponist Carl Gottlieb Hering schrieb einen Kanon, bei dem die Noten C-a-f-f-e-e den Anfang bilden.

In der "Manufaktur der Träume" widmet sich eine Sonderausstellung mit dem Titel "Kaffee. Ein globaler Erfolg" vor allem dem Coffea Arabica, der wirtschaftlich bedeutendsten Pflanzenart aus der Gattung Kaffee und dessen Anbau in den Bergregenwäldern Äthiopiens.

Von der Pflanze zur dampfenden Tasse

Die Wanderausstellung wurde konzipiert von Kathrin Grotz, leitende Kuratorin vom Botanischen Garten und Botanischen Museum Berlin. "Wir beschreiben den Anbau der Pflanze und zeigen, dass in drei Unesco-Biosphärenreservaten im Südwesten Äthiopiens die wilde Heimat und die genetischen Ressourcen des Coffea Arabica geschützt werden", erzählte Kathrin Grotz.

Sie wies darauf hin, dass gerade dieser wichtige Kaffee auf "genetisch dünnen Füßen" stehe, dass die genetische Bandbreite relativ gering sei und dass Populationen von Wildkaffee an geeigneten natürlichen Waldstandorten als lebende "Genbanken" neu etabliert werden.

Ein Kaffeeklatsch zur Eröffnung

Etwa 50 Besucher kamen zur Ausstellungseröffnung und bei einer Tasse Kaffee erzählten viele von ihnen von ihrem persönlichen Verhältnis zum Kaffee. Kerstin Burkhardt bezeichnet sich selbst als "Kaffeesächsin" und sie ist seit langem davon abgekommen, Kaffee einfach aus der Tüte zu nehmen und in die Kaffeemaschine zu geben. "Ich mahle die Bohnen selbst, bevor ich das Pulver in die Maschine gebe. Dieser Kaffee schmeckt mir einfach besser."

Auf die Kaffeemaschine verzichtet Renate Acksel ganz, sie schwört auf den Gebrauch eines Porzellanfilters, in dem sie den, natürlich Hand gemahlenen Kaffee aufbrüht. "Ganz selten nehme ich eine Mahlmaschine, eine aus DDR-Produktion", sagte die Annaberg-Buchholzerin.

Die Sonderausstellung "Kaffee. Ein globaler Erfolg" ist in der "Manufaktur der Träume" in Annaberg-Buchholz bis zum 3. Oktober zu sehen. Geöffnet ist täglich von 10 bis 18 Uhr.