Achtklässler schnuppern Lehrlingsalltag

Berufsorientierung Scherdel hilft Schülern der Oberschule Heinrich von Trebra

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Frank Arnold, Elias Müller und Antonella Krippner (v. l.) mit einem der Aluminiumwürfel von Scherdel. Foto: Jan Görner

Marienberg. Auf der Suche nach Auszubildenden gehen Unternehmen der Region mitunter außergewöhnliche Wege.

Scherdel etwa ist einer von insgesamt zwölf Firmen, die mit der Oberschule Heinrich von Trebra eine Partnerschaft pflegen. Sie unterhalten regelmäßige Kontakte, zu denen auch gegenseitige Besuche gehören.

Vor Ort ausprobieren, ob die Arbeit Spaß macht

Vergangene Woche schnupperten die drei achten Klassen jeweils einen Tag lang in den Alltag der Auszubildenden des Scherdel-Nachwuchses hinein. Dabei legten sie selbst Hand an einen Aluminiumwürfel. Mit Feile und Bohrmaschine verwandelten sie diese in Stiftehalter.

"Sinn und Zweck ist, dass die jungen Leute für sich herausfinden, ob diese Arbeit etwas für sie ist oder nicht", sagte Antonella Krippner, die Praxisberaterin der Trebra-Oberschule. Elias Müller würde sehr gern nach der zehnten Klasse einen Lehrvertrag bei Scherdel unterzeichnen. Der Schnuppertag in der Lehrwerkstatt hat ihn darin ein weiteres Mal bestätigt. Dieses Ziel spornt ihn sogar zusätzlich an, seine Noten zu verbessern.

Felix Acker dagegen sieht seine berufliche Zukunft eher im Bereich der Informatik und weniger in der Metallverarbeitung.

Zu wissen, was man nicht möchte ist auch wichtig

"Das ist in Ordnung. Hauptsache, die jungen Leute merken selber, was sie wollen und was nicht", sagte der Scherdel-Ausbilder Frank Arnold. Sein Kollege Ronny Ullmann betonte, dass sich die Kooperation mit der Schule in der Vergangenheit bereits ausgezahlt hat. "Wir haben jedes Jahr zwischen einem und vier Lehrlinge aus der Trebra-Schule für uns gewinnen können", sagte er.

Die nächste Gelegenheit zur Berufsorientierung bietet sich am 14. Juni zur Ausbildungsmesse.