Achtung: Das Baumfällungsverbot ist wieder in Kraft

Natur Vorgaben des Bundesnaturschutzgesetzes

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Beim Fällen von Bäumen gilt es, Richtlinien einzuhalten. Foto: Jana Kretzschmann

Erzgebirge. Mit dem Einzug des Frühlings hat seit 1. März 2019 nach den Vorgaben des Bundesnaturschutzgesetzes auch die neue Vegetationsperiode begonnen. Das bedeutet, dass Bäume, welche außerhalb des Waldes und von Baumschulen oder Gärtnereien stehen, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche sowie andere Gehölze bis zum 30. September 2019 nicht gefällt oder komplett zurückgeschnitten werden dürfen.

Schonende Form- und Pflegeschnitte, um üppigen Zuwachs zu beseitigen bzw. um die Bäume und Gehölze gesund zu erhalten, sind jedoch zulässig. Das trifft beispielsweise auf die Entfernung von Totholz oder erkrankten Ästen zu. Bei Nichteinhaltung drohen z.T. hohe Bußgelder.

Vom Verbot ausgenommen sind Maßnahmen, die im öffentlichen Interesse liegen, z.B. die Baumpflege im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Verkehrssicherungspflicht, aber auch die behördlich zugelassene Erschließung von Wohn-, Gewerbe- und Industriegebieten. Für diese Maßnahmen sind allerdings Ausgleichs- und Ersatzpflanzungen gefordert. Außerdem dürfen zulässige Bauvorhaben realisiert werden, wenn dafür nur geringfügiger Gehölzbewuchs beseitigt werden muss.