Adelbert Gründig malt Ikonen

Kunst Gebirger lernt jahrhundertealte Techniken

Adelbert Gründig malt schon seit seiner Kindheit gern. Nun lernt der Berufschullehrer für Maler und Lackierer im Ruhestand das Malen von Ikonen. Seit 2013 nimmt er jedes Jahr zwischen Oktober und Weihnachten an einem Seminar in Leipzig teil. Das leitet mit Kakov Khesin ein Profi der russischen Ikonenmalerei.

Er hält seine Workshops auch in den Vereinigten Staaten ab. "Wir lernen das dort wie schon vor Jahrhunderten wie einst die Mönche in den Klöstern", versichert der Gebirger. Die zehn Kursteilnehmer kopieren eine vorher ausgereichte Vorlage. Der Lehrer zeigt zuvor, wie es geht. Jeden Arbeitsschritt macht er vor.

Die Farben werden ebenfalls ganz traditionell unmittelbar beim Malen angemischt. Dabei kommt ein völlig natürliches Produkt aus Ei-Gelb, Wasser sowie pflanzlichen und mineralischen Farbpigmenten zum Einsatz.

Zuerst werden aber die Linien der Vorlage auf das vorher mit einer Kreidegrundierung versehenen Holztafel durch gepaust und diese Linien nachgezogen. Dann wird mit Blattgold gemalt. Das ist typisch für die Ikonen. Mindestens der Heiligenschein oder Nimbus einer jeden Ikone ist golden. Danach beginnt Adelbert Gründig mit den dunklen Farben. Nach und nach kommen die helleren Ei-Tempera-Farbtöne dazu. Sie werden über die dunkleren gemalt.

"Ikonen sind geistliche Werke. Sie verkünden eine Botschaft sollen daher von innen heraus leuchten", erklärt Adelbert Gründig. Daher entwickeln sie sich auch aus der Dunkelheit zum Licht.

Fasziniert haben ihn Ikonen bereits seit Jahrzehnten fasziniert. Auf seinen Urlaubsreisen nach Zypern und Italien hat er viele davon bestaunen können. "Danach wollte ich unbedingt lernen, wie man sie malt", so der Gebirger.