Adieu "Erzgebirgskrimi": Lara Mandoki verrät "ausschlaggebenden Punkt" für Ausstieg

Lara Mandoki verlässt den "Erzgebirgskrimi". Im Interview mit BLICK.de äußert sich die Schauspielerin zum Ausstieg bei der beliebten Film-Reihe.

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Fans des ZDF-"Erzgebirgskrimi" mussten stark sein, als vor Kurzem bekannt wurde: Zuschauerliebling Lara Mandoki wird die Film-Reihe verlassen.

Sieben Jahre vor der Kamera

Mandoki stand als Kommissarin Karina Szabo sieben Jahre vor der Kamera und löste an der Seite von Hauptkommissar Robert Winkler (gespielt von Kai Scheve) viele Kriminalfälle.

Als Grund für ihren Ausstieg verriet die 35-Jährige, sie wolle sich neuen beruflichen Projekten widmen.  Denn für die beliebte Film-Reihe sind die Schauspieler viele Wochen im Jahr im Erzgebirge am Set - viel Zeit für andere Dreharbeiten bleibt hierbei nicht. Lara Mandoki wird in noch insgesamt drei bisher nicht ausgestrahlten "Erzgebirgskrimi"-Teilen zu sehen sein - der nächste Teil erscheint Ende August, die zwei übrigen im nächsten Jahr.

Die Entscheidung, den "Erzgebirgskrimi" zu verlassen, fiel Lara Mandoki nicht leicht. Im Interview mit BLICK.de äußert sich die Schauspielerin zum Ausstieg und verrät spannende Details.

"Erzgebirgskrimi"-Star Lara Mandoki: Der "ausschlaggebende Punkt" für ihren Ausstieg

Lara Mandoki schildert: "Ich habe [mit dem ‚Erzgebirgskrimi‘] ein für mich sehr wichtiges und schönes Projekt nach sieben Jahren verlassen, um mich weiterzuentwickeln und vermehrt auch andere Rollen spielen zu können. Es war keine leichte Entscheidung. Aber ich denke, es ist der richtige Zeitpunkt für mich gekommen und daher die richtige Entscheidung." Der Schauspielerin ist wichtig, zu betonen, dass sie "weiterhin sehr liebevoll mit dem Sender, den Produzenten und [ihren] Kolleg:innen verbunden" sei.

Länger über Ausstieg nachgedacht

Der Wille, den "Erzgebirgskrimi" zu verlassen, sei nicht von heute auf morgen gekommen. Demnach hat sie schon länger über einen Ausstieg bei der beliebten Film-Reihe nachgedacht.

Die 35-Jährige verrät BLICK.de: "Der ausschlaggebende Punkt war, dass der Produktionsauftrag vom Sender von zwei Filmen im Jahr auf drei Filme erhöht wurde. Das ist mit anderen Projekten nur sehr schwer vereinbar, so wie es bis dahin mit zwei Filmen [bereits] der Fall war." Mandoki lässt durchklingen, dass es ihr auf Dauer zu viel geworden wäre, für noch mehr Dreharbeiten der Krimi-Reihe vor der Kamera zu stehen.

Lara Mandoki: Weiterer Grund für Ausstieg beim "Erzgebirgskrimi"

Dass eine Hauptrolle beim "Erzgebirgskrimi" viel Zeit in Anspruch nehmen und einem viel abverlangen kann, sei für Lara Mandoki schon sehr früh klar gewesen. "Nachdem ich schon viele Hauptrollen […] gedreht habe, wusste ich durchaus vorher schon, wie viel Arbeit, aber auch wie viel Freude die Arbeit an einer Hauptrolle mit sich bringen wird. Da unterscheidet sich der ‚Erzgebirgskrimi‘ nicht von anderen Filmen", so die Schauspielerin.

Im Interview bezieht sie sich erneut auf "die Ausweitung auf drei Filme" im Jahr. "Mehrere Filme mit der gleichen Figur drehen zu dürfen, macht vor allem viel Spaß, weil man eine Figur immer weiter entwickeln kann. Aber es bedeutete für mich neben den reinen Dreharbeiten auch noch mal eine größere Pendelei ins Erzgebirge", erklärt die 35-Jährige.

Mandokis Lebensmittelpunkt ist nicht im Erzgebirge - die "Karina Szabo"-Darstellerin wohnt in München. Mit dem ständigen Pendeln ans Set in den Norden nennt sie einen weiteren Grund dafür, warum ihr eine weitere Zukunft beim "Erzgebirgskrimi" wohl zu viel wurde.

Schauspielerin Lara Mandoki verrät: Was "der Beruf mit sich bringt"

Lara Mandoki betont, ihre Heimat München nie hinter sich gelassen zu haben. Die Isar-Metropole wolle sie auch weiterhin als Wohnort beibehalten. "Man zieht ja nicht automatisch an die Drehorte, an denen man arbeitet, auch nicht bei einem Projekt, für das man zwei Filme im Jahr dreht. Ich habe die letzten Jahre auch an vielen anderen Projekten mitgewirkt und an anderen Orten gearbeitet, nicht nur im Erzgebirge, das bringt der Beruf mit sich", schildert die 35-Jährige.

Klar ist, die Schauspielerin weiß ganz genau, was sie am "Erzgebirgskrimi" am meisten vermissen wird: "Mein Team und die Kolleg:innen." Dass sie die anderen Darsteller der Film-Reihe künftig weniger sehen wird, sei Mandoki durchaus bewusst. Doch dass es nach gewisser Zeit so kommen muss, sei im Schauspielbusiness ganz normal: "Diese intensiven Drehphasen, die dann von Abschieden begleitet werden, gehören zu unserer Arbeit leider dazu. Filme drehen ist immer ein intensiver Ritt, der dann plötzlich vorbei ist. Irgendwann gewöhnt man sich daran und manchmal entstehen auch langfristige Freundschaften, die man auch über die Distanz und außerhalb der Dreharbeiten pflegt, wie beispielsweise zwischen meinem Kollegen Kai Scheve und mir."

Lara Mandoki: "Gar kein" privater Vorteil

Aus beruflicher Sicht birgt ihr "Erzgebirgskrimi"-Ausstieg für Lara Mandoki also mehr Freiheit für weitere Projekte. Welche privaten Vorteile kann die 35-Jährige durch ihr Aus in der Film-Reihe erkennen? - "Gar keinen", meint sie gegenüber BLICK.de und erklärt: "Die Entscheidung aus der Reihe auszusteigen war rein beruflich und nicht privat motiviert. Ich werde ja weiterhin drehen, reisen, vorbereiten, nur nicht mehr so häufig im Erzgebirge."

Lara Mandoki privat: Das sagt sie zum Thema Kinder

Wenn es um ihr Privatleben geht, hält sich Lara Mandoki der Öffentlichkeit gegenüber eher bedeckt. Bekannt ist, dass sie eine von zwei Töchtern des ungarischen Musikers Leslie Mandoki ist. Der Musikproduzent hat außerdem einen Sohn namens Gabor. Wenn Lara zum Thema Nachwuchs befragt wird, hat sie eine klare Haltung: "Fragen [zu] Kindern finde ich ehrlich gesagt nicht richtig. Man weiß nie, ob eine Person, die man fragt, möglicherweise einen unerfüllten Kinderwunsch hat, ein verstorbenes Kind, oder sich gegen Kinder entschieden hat, dazu aber nicht Stellung nehmen möchte."

Gegenüber BLICK.de verrät Mandoki im Weiteren, wie ein perfekter Off-Day von der Arbeit für sie aussieht. An drehfreien Tagen treffe sie am liebsten Freunde - "im besten Fall scheint die Sonne", erwähnt sie zudem. Da liegt die Vermutung nahe, dass Lara Mandoki in den nächsten Wochen noch auf einige schöne Spätsommertage hofft.

BLICK.de bedankt sich bei Schauspielerin Lara Mandoki für das spannende Interview.

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