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Adorf: Bauernhof leidet unter Trockenheit

Landwirtschaft Heißer Sommer stellt Bauern vor große Probleme

Adorf. 

Adorf. Bert Bochmann betreibt gemeinsam mit seinem Bruder Tilo Bochmann den 80 Hektar großen Biohof der Gebrüder Bochmann. Die beiden konnten durch die Trockenheit in diesem Jahr im Vergleich zu 2017 nur halb so viel Futter für die Tiere produzieren. Durch die Hitze ist außerdem fast das gesamte Gras auf den Weiden vertrocknet, weshalb sie die Tiere bereits jetzt schon füttern müssen. "Voraussichtlich im Januar 2019 werden die kompletten Vorräte aufgebraucht sein, weshalb wir etwa 20 von unseren 50 Milchkühen schlachten müssen. Vier haben wir schon abgegeben", sagt Bert Bochmann.

"Müssen uns einen zweiten Job suchen"

Dies hat wiederum zur Folge, dass der Fleischpreis durch die vielen notwendigen Schlachtungen sinken wird. Außerdem haben die Gebrüder dann auch weniger Kühe zur Milchgewinnung auf ihrem Bauernhof. Die Hitze hat außerdem den Brunnen des Biohofes ausgetrocknet, weshalb Wasser aus der Leitung genutzt werden muss. Denn: Eine einzige Kuh trinkt am Tag bis zu 100 Liter Wasser.

Die Folgen: Die beiden müssen im nächsten Jahr mehr Geld für Wasser zahlen und können gleichzeitig noch weniger Milch verkaufen. Dadurch werden die Gewinne deutlich niedriger ausfallen und die Kredite können somit nicht mehr bezahlt werden. "Wahrscheinlich werden wir die Landwirtschaft in Zukunft nicht mehr hauptberuflich betreiben können und müssen uns einen zweiten Job suchen. Bedauerlicherweise geht es einigen Bauernhöfen in Ostdeutschland so", sagt Bert Bochmann.



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