Adorfer Geschichten gefragt: Die Hälfte ist bereits vergriffen

Heimatgeschichte Neues Buch über Handwerk und Gewerbe

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Der Verein für Orts- und Heimatgeschichte Adorf hat ein Buch zum Thema "Erinnerungen an Handwerk und Gewerbe in Adorf" herausgebracht. An dem neuen Werk hat auch Roland Rößler mitgearbeitet. oto: Georg Ulrich Dostmann

Adorf. Zur Adorfer Geschichte wurden bis jetzt neun Bücher heraus gebracht. Diese handeln beispielsweise über die Kirche, über Künstler Paul Hugo Türke, von Ortsnamen und der Landwirtschaft sowie der Zeit vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg. Fünf davon stammen aus der Feder des Vereins für Orts- und Heimatgeschichte, so auch das neueste Werk "Erinnerungen an Handwerk und Gewerbe in Adorf in der Zeit von 1900 bis 1990".

Zwölf Autoren, die sich mit dem Handwerk und Gewerbe in Adorf auskennen

Die Idee für das Buch hatte Vereinsmitglied Hanni Sieber, die vor zwei Jahren bereits drei Vorträge zum Thema Handwerk und Gewerbe in Adorf gehalten hat. Der Verein hatte über die Jahre eine Vielzahl an Bildmaterial gesammelt. Um diese Informationen zu vertiefen und für die Nachwelt festzuhalten, ist bei Hanni Sieber die Idee entstanden, gemeinsam mit elf anderen Autoren ein Buch zu diesem Thema zu veröffentlichen.

"Das Buch ist nach den Gewerken aufgebaut, beispielsweise sind Nahrungsmittelhandwerk, Schmiedehandwerk, Holzverarbeitungshandwerk und auch das Bauhandwerk vertreten", erklärt Roland Rößler, einer der Autoren und Mitglied im Verein seit 2005.

Auch Fotos, Berichte und Dokumente sind im Buch zu sehen

Während der Recherchen haben die Verfasser einige interessante Fakten zur Adorfer Geschichte herausgefunden. Beispielsweise gab es früher in Adorf Gewerbe wie Böttcher, Sattler, Seiler oder auch Pumpenbauer, der die Wasserrohre noch aus Holz hergestellt hat. Während diese Gewerke im Laufe der Zeit ausgestorben sind, sind neue, wie beispielsweise Fliesenleger oder KFZ-Servicebetriebe, dazugekommen.

Überraschend ist, dass es 1891 nur 48 angemeldete Gewerbe gab. Heute zählt der Ort 113. Insgesamt wurden 180 Bücher geduckt, die man entweder bei Vereinsmitgliedern oder im Haushaltsshop Sachse gegen einen Unkostenbeitrag von 16 Euro erwerben kann. Die zwölf Autoren erhielten bei ihrer Recherche Hilfe von etwa 50 Gesprächspartnern, die mit Fotos, Berichten und Dokumenten halfen.