Ärger um Wildwuchs entlang des Muldentalradwegs

Radfahrer Unkraut machen Radfahren nur schwer möglich

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Sascha Tessner mit seinem Fahrrad auf dem zugewachsenen Muldentalradweg. Foto: Dostmann

Aue/Bockau. Sascha Tessner ist täglich auf dem Muldentalradweg zwischen Aue und Blauenthal mit seinem Fahrrad unterwegs. Bis vor wenigen Wochen war die Nutzung der Strecke aber mit einigen Problemen verbunden. "Zwischen Aue und Bockau ärgert mich erstens, dass das gesamte Jahr über bis vor kurzem noch nicht einmal gemäht wurde", sagt der 27-Jährige.

Das hatte zur Folge, dass Unkraut und Gestrüpp teilweise bis in die Mitte des Radweges herein ragten. Dadurch musste er ausweichen und in den Gegenverkehr fahren. Wenn jemand entgegen kam, blieb nur der Weg durch Gewächse wie Brennesseln. Zum Zweiten verärgert ihn, dass der reine Radweg auch von Fußgängern und Inlineskatern genutzt wird. "Sie sind für uns Radfahrer ein Hindernis, wodurch es zu Unfällen kommen kann", erklärt er.

Uwe Staab, Bürgermeister der Stadt Eibenstock, kann den Ärger verstehen. "Alle Nichtradfahrer nutzten den Radweg rechtswidrig, denn er ist als Radweg beschränkt und dementsprechend korrekt beschildert", sagt er. Permanente Kontrollen sind aber nicht machbar. Er sieht keine Möglichkeit, alle Nichtradfahrer zu verbannen. Um eine andere Beschilderung anbringen zu können, müsste eine Umwidmung erfolgen.

Der Radweg ist in insgesamt drei Pflegeabschnitte eingeteilt. Im Abschnitt zwischen Tunnel und Ortslage Aue konnte mit der vorhandenen Technik der Gemeindebauhöfe nicht alles gemäht werden, deshalb kam es zu Verzögerungen. "Mittlerweile wurde das Bankett jedoch gemäht und das Problem dürfte somit behoben sein", berichtet der Bürgermeister.