• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen
Westsachsen

"Aktion junge Fahrer" - Manches erstaunt Berufsschüler

Sicherheit Verkehrswacht zeigt Teilnehmern Risiken im Straßenverkehr auf

Zschopau. 

Zschopau. Statt um Deutsch oder Mathematik ging es für die Schüler des Zschopauer Berufsschulzentrums an diesem Tag um ein ganz anderes Thema. Wie fühlt es sich an, bei 100 km/h auf einem Motorrad zu sitzen? Kann ich bei 1,5 Promille noch geradeaus laufen? Wie komme ich aus einem umgekippten Auto? Antworten auf solche Fragen lieferte die "Aktion Junge Fahrer", die von der Gebietsverkehrswacht "Mittleres Erzgebirge" zusammen mit der Landesverkehrswacht organisiert worden war.

Zahlreiche Simulationen helfen im Ernstfall

"Die Kollegen aus Dresden verfügen über noch mehr Technik. Die hilft, aus so einer Aktion ein Erlebnis zu machen, aus dem man noch besser lernen kann", erklärte Stephan Heiße von der regionalen Verkehrswacht und zeigte auf die modernen Anlagen wie den Überschlagsimulator. Dort wurde ein Auto auf den Kopf gestellt, nachdem die Schüler eingestiegen waren. Wie schwierig es ist, sich dann aus Gurt und Sitz zu befreien, erlebten alle selbst. Praktische Erfahrungen vermittelte auch ein Abstecher auf den Sattel eines echten Motorrades. Dieses fuhr zwar nicht los, doch mithilfe eines Monitors konnte das Fahren dennoch realitätsnah simuliert werden. Dort wartete so manche Überraschung um zu zeigen, wie schnell man sich bei hoher Geschwindigkeit überschätzen kann, was zu verspäteten Reaktionen führt.

"Gurtmuffel" zum Anschnallen bewegen

Während sich die Erfahrungen auf dem Motorradsimulator aufs Visuelle beschränkten, bekamen die Schüler die Folgen eines Aufpralls auf dem Gurtschlitten am eigenen Leib zu spüren. Wie viel Wucht schon bei 30 km/h entstehen kann, erstaunte viele. So mancher, der es als "Gurtmuffel" mit der Anschnallpflicht bisher recht locker nahm, dürfte sich es in Zukunft genauer überlegen. Dies betrifft ebenso den Alkoholkonsum, dessen Folgen mithilfe einer sogenannten Rauschbrille nachgestellt wurden. Als die Schüler das Gerät auf hatten, fiel es ihnen schwer, die eigenen Bewegungen zu koordinieren. Um dies zu verdeutlichen, war ein kleiner Parcours zu absolvieren.



Prospekte