Alles über die russische Eier-Euphorie

SONDERSCHAU Sachsens schönstes Osternest in Dorfchemnitz

alles-ueber-die-russische-eier-euphorie
Museumsleiter Jürgen Zabel mit einem Straußenei und Repliken nach Fabergé. Foto: Armin Leischel

Dorfchemnitz. Im Heimatmuseum "Knochenstampfe" in Dorfchemnitz ist 2018 das "Jahr der Romanows", da sich dieses Jahr der Todestag der russischen Zarenfamilie zum 100. Mal jährt. So lautet das Motto der traditionellen Oster-Schau "Sachsens schönstes Osternest", die noch bis zum 21. April unter dem Thema "Zarenträume - Teil 1: Kaiserliche Ostereier - Repliken nach Carl Fabergé" zu sehen ist.

In Anlehnung an die von Hofjuwelier Carl Fabergé für die russische Zarenfamilie kunstvoll gefertigten Schmuck-Eier sind im Lauf der Zeit Repliken entstanden, die einen Eindruck von den unschätzbar wertvollen Unikaten geben. Etwa 600 dieser Eier-Repliken - welche aus der Sammlung der Familie Edith und Waldemar Breitkreutz aus Thüringen stammen - sind in der Sonderschau etabliert.

Ostern: Zar der Feiertage

Ostern gilt in Russland als wichtigstes Fest des Jahres - als "Zar der Feiertage". Neben dem Wechseln des dreifachen Osterkusses, dem feucht-fröhlichen Verspeisen von traditionellen Gerichten wie Kulitsch und Pascha, gehört das Verschenken von geschmückten Eiern zur echten Christenpflicht.

Der Zar war da keine Ausnahme und zu Tausenden verteilte er Ostereier an die Angehörigen des Hofes und wichtigen Persönlichkeiten. Zu Ostern 1885 ließ sich Zar Alexander III. von seinem Hofjuwelier Carl Fabergé das erste kostbare Überraschungsei anfertigen, das er seiner Gattin schenkte. Sein Sohn Nikolaus II folgte diesem Brauch und so entstanden im Laufe der Zeit 50 kaiserliche Ostereier, wovon 42 erhalten blieben", weiß Jürgen Zabel.

Ein Einblick in die russische Eier-Euphorie

Die Originale sind in festen Sammlerhänden und Millionen schwer. So sind bereits früh Repliken entstanden, die einen Eindruck von diesen unschätzbaren Unikaten geben können. Ikonen-, Miniatur- und Märcheneier ergänzen die Sammlung und geben einen spannenden Einblick in die ganz und gar kuriose Eier-Euphorie des russischen Volkes.

Geöffnet ist die Ausstellung von Mittwoch bis Samstag von 10 bis 12 und 13 bis 17 Uhr, am Sonntag von 12 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung unter der Telefonnummer 037754/2866. Am Osterwochenende selbst wird die Ausstellung durchgehend von 10 bis 17 Uhr geöffnet sein. Am Ostersonntag und -montag lädt das "Stampfencafé" Besucher zwischen 13 und 17 Uhr zu Kaffee und Kuchen ein.