"Als ich plötzlich ein Minus sah, wurde ich hellhörig": Cyberkriminelle räumen Konto von Frau im Erzgebirge ab

Vor wenigen Tagen erlebte eine Erzgebirgerin einen Schock, als sie ihren Kontoauszug prüfte

Marienberg

Vor wenigen Tagen erlebte eine Erzgebirgerin aus Marienberg einen Schock, als sie ihren Kontoauszug prüfte. Plötzlich waren 89,90 Euro an einen unbekannten Begünstigten mit Sitz in Asien abgebucht worden - ein Betrag, der ihr völlig neu war. Der Verwendungszweck "Vorsorgekarte" ließ sie stutzig werden.

Auch die Tatsache, dass es sich um eine Lastschrift handeln sollte, verstärkte ihre Besorgnis. "Das kann nicht mit rechten Dingen zugehen", dachte sie und machte sich auf den Weg nach Hause, um ihre anderen Kontoauszüge zu überprüfen.

"Als ich plötzlich ein Minus sah, wurde ich hellhörig"

Zu ihrem Entsetzen stellte sie fest, dass diese ominösen 89,90 Euro seit Anfang Oktober 2025 regelmäßig abgebucht wurden - in einigen Monaten sogar zweimal! "Ich gebe zu, dass ich dieses Konto nicht regelmäßig im Blick habe, da ich dort nur die Nebenkosten bezahle. Aber als ich plötzlich ein Minus sah, wurde ich hellhörig", erklärte sie.

Anruf bei der Bank bringt Licht ins Dunkel

Nach einem Anruf bei ihrer Bank erhielt sie schnell Aufklärung "Leider betrifft es aktuell viele Menschen, auch in unserer Region. Das sind neue Betrugsmaschen, die gerade grassieren. Wir können die letzten Abbuchungen sofort zurückholen. Bei älteren Transaktionen wird es etwas dauern, da wir die Bank kontaktieren müssen, die das Geld abgebucht hat.

Sollte diese kein unterzeichnetes Lastschriftmandat vorweisen können, erhalten Sie Ihr Geld schnellstmöglich zurück", informierte sie die freundliche Mitarbeiterin des Instituts.

Anzeige bei der Polizei

Glücklicherweise konnte keine Erlaubnis für die Lastschrift vorgelegt werden und die Marienbergerin bekam ihr Geld rasch wieder. Dennoch entschloss sie sich, Anzeige bei der Polizei zu erstatten. "Es ist wichtig, den Betrügern das Handwerk zu legen. Betroffene sollten sich umgehend bei uns melden, damit wir den jeweiligen Fall aufnehmen können. Das geht schnell", betonte die Kriminalbeamtin.

Bedrohungslage durch Cyberkriminalität

Dieser Vorfall ist ein klarer Hinweis auf die wachsende Bedrohung durch Cyberkriminalität, bei der Betrüger sich durch den Diebstahl von Finanzdaten bereichern. Die Palette dieser Verbrechen ist groß und betrifft Unternehmen, Behörden sowie Einzelpersonen. Die Bedrohungslage bleibt hoch, da weltweit täglich Tausende von Angriffen stattfinden. Verdächtige Aktivitäten sollten also sofort gemeldet werden.

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