Altbekannte Opiate sind wieder beliebt

Sozial Suchtverein bietet auch Angehörigen Hilfe

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Janine Teubner und Kerstin Seifert (v. r.) sind mit ihrem Team für die Betroffenen da. Foto: Ilka Ruck

Annaberg-B. Auch im neuen Jahr dürfte das Problem Drogenabhängigkeit und Sucht im Erzgebirgskreis nicht kleiner werden. Dabei läuft Alkohol nach wie vor Cannabis und Crystal und anderen illegalen Drogen wie zum Beispiel Opiaten noch immer den Rang ab.

2017 wandten sich 630 Betroffene an die Beratunsstelle

Der Verein zur Integration psychosozial behinderter Menschen Annaberg (VIP) setzt sich für die Abhängigen ein. Er bietet Beratung, Betreuung, Integration, Hoffnung, Hilfe, Unterstützung, Vermittlung und Zukunft. Im Jahr 2017 haben über 630 Betroffene die Beratungsstelle aufgesucht.

"Das ist eine Steigerung zum Vorjahr", weiß Kerstin Seifert als Leiterin der Suchtberatungsstelle und erklärt weiter: "Unser Team hat jetzt eine dreiviertel Fachkraft mehr als früher und das brauchen wir auch. Denn nach Alkohol wird Crystal zwar weiterhin konsumiert, jedoch sind auch andere Drogen wie zum Beispiel Opiate, Amphetamine und Medikamente verstärkt auf dem Markt.

Gruppenarbeit als effektive Lösung

Ab diesem Jahr gibt es auch ein Angebot für erstauffällige jugendliche Suchtmittelkonsumenten und für Leute die aus der Haft kommen und Hilfe brauchen. Um effektiv zu beraten, werden wir klientenzentrierte Gruppenarbeit anbieten." Relativ neu ist die Angehörigengruppe. Janine Teubner betreut diese Gruppe und informiert: "Zu uns kommen Eltern, Angehörige, Partner und auch Kinder von Suchtkranken. Von 17 bis 60 Jahren ist alles dabei. Die Angehörigengruppe ist eine schöne runde Lösung, egal welche Suchtabhängigkeit besteht."

Die Beratungen in der Ratsgasse 1 sind kostenlos. Alle Hilfesuchenden können die offene Sprechstunde donnerstags von 8.30 bis 11.30 Uhr ohne vorherige Terminabsprache nutzen. Die Mitarbeiter unterliegen zudem der Schweigepflicht. www.vip-annaberg.de