Alte Auer Besteckfabrik rückt in den Fokus

Nachnutzung Stadtrat soll 2013 erste Weichen stellen

Aue. 

Die alte Auer Besteckfabrik rückt in den Fokus der Stadt. Nicht nur deshalb, weil Diebe die Glocken entwendet haben. Der Glocken-Klau sei nur ein Thema, sagt Oberbürgermeister Heinrich Kohl. Was die Stadt zudem beschäftigt, ist die Kernfrage der Nachnutzung - Was soll zukünftig mit dem Komplex geschehen? "Ein Großteil der Substanz muss rückgebaut werden. Da stimmt der Denkmalschutz zu. Doch wir haben noch ein großes Gebäude, das unter Denkmalschutz steht", formuliert Kohl. Diesbezüglich müsse ein Nutzungskonzept erstellt werden. "Das ist schwierig bei einer Fläche von 8.000 bis 10.000 Quadratmetern. Schließlich kann man nicht nur Dinge, wie Bibliothek oder Museen ansiedeln", ist Kohl überzeugt. Die alte Auer Besteckfabrik soll 2013 auf die Tagesordnung rücken - der Stadtrat müsse dann erste Weichen stellen. "Die Fördermittel sind teilweise bereits bewilligt für Rückbau und Sicherung", so Kohl. 2013 und 2014 will man dann erste Maßnahmen ergreifen und Entscheidungen treffen. Danach müsse ein Konzept ausgearbeitet werden. Stadtchronist Heinz Poller, der zum Vorstand des Museums- und Geschichtsverein Aue gehört, sieht mit dem Glocken-Klau einen Verlust für die Stadt: "Es wäre schön, wenn die Glocken wieder auftauchen. Die Meisten wussten gar nicht mehr, dass dort oben überhaupt Glocken hängen. Früher, als in der Fabrik noch gearbeitet wurde, waren die Glocken alle Viertelstunde in Takt."