"Alte Pfarre" steht vor Schönheitskur

Bauvorhaben Geschätzte Kosten: 890.000 Euro

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Das denkmalgeschützte Fachwerkhaus "Alte Pfarre" in Wolkenstein soll mit Hilfe von Fördermitteln saniert werden. Foto: Sandra Häfner

Wolkenstein. Es ist vermutlich eines der ältesten Gebäude Wolkensteins - das Fachwerkhaus "Alte Pfarre" hinter der Kirche.

Die Grundmauern des Denkmals sind wahrscheinlich ebenso alt wie das Gotteshaus (von 1385). Das Haus, in dem sich zwei Wohnungen befinden, das der Kirchgemeinde gehört und für die Gemeindearbeit genutzt wird, gehört zu den historisch wertvollsten Gebäuden Wolkensteins. Es prägt im Ensemble mit Kirche und Schlossanlage das Stadtbild.

Doch der Zahn der Zeit nagt an der "Alten Pfarre", eine Sanierung ist dringend nötig. Eine Schätzung ergab laut Stadtverwaltung Kosten von etwa 890.000 Euro. Damit sollen der Anbau instand gesetzt und das gesamte Gebäude energetisch saniert werden. Dazu umfasst auch die Erneuerung des verschlissenen Fachwerks sowie der Fenster. Den größten Teil des Geldes - 600.000 Euro - stellt die Stadt in Form von Fördermitteln aus dem Topf des Städtebaulichen Denkmalschutzes zur Verfügung. Einstimmig fassten die Stadträte den Beschluss. Hinzu kommen Eigenmittel sowie durch Landeskirche und Evangelisch-lutherische Kirchgemeinde zu tragende Kosten.

Die großzügige Unterstützung des Vorhabens ist möglich, da sich die "Alte Pfarre" im Fördergebiet "Historische Kernstadt Wolkenstein" befindet und unter dem Schutz einer Erhaltungssatzung steht. Zudem wurden aufgrund der besonderen städtebaulichen Bedeutung zusätzliche Mittel durch den Freistaat gewährt. Während Erdgeschoss und erster Stock nach der Sanierung für Wohnzwecke und kirchliche Arbeit weiter genutzt werden, bleibt das Dachgeschoss ungenutzt, so die Verwaltung. Bei einer Wohnnutzung wären die historisch wertvollen Dachaufbauten laut Landesamt für Denkmalpflege unwiederbringlich verloren.