Alte Tradition in Holz verewigt

Handwerk In der Schnitzschule wurde kräftig investiert

Annaberg-B. 

Dass das Schnitzen ins Erzgebirge gehört, steht außer Frage. Doch das es auch heute noch eine Schnitzschule gibt, kann als ganz besondere Errungenschaft gewertet werden. Über 90 Jahre existiert sie nun schon, die Schnitzschule "Paul Schneider" im Annaberger Haus des Gastes "Erzhammer". Seit fast acht Jahren ist Ingolf Gleisl Leiter der Einrichtung und er weiß: "Die Arbeit der Schnitzschule wird von Jahr zu Jahr besser. Die Kurse und die jeweils zwei Kinder- und zwei Erwachsenenzirkel pro Woche sowie die Spezialschule laufen gut. Erfreulich ist vor allen Dingen, dass immer mehr Mädels schnitzen und zwar absolut super. Einige von ihnen waren sogar unter den Preisträgern der Jugendkulturtage." Am meisten freut sich der Chef jedoch, dass in diesem Jahr etliche Investitionen vorgenommen wurden. So wurden im Rahmen des Ziel 3-Projektes und der Museumspädagogik neue Hobelbänke angeschafft und der Schnitzverein Paul Schneider investierte in eine neue Bandsäge. Ingolf Gleisl ist selbst ein leidenschaftlicher Schnitzer und er hat sich einen Traum erfüllt. Dazu meint er: "Ich kann mit einer großen Auftragsarbeit das Jahr 2012 abschließen. Mein neu entstandenes Pferdegespann "Langholzschlepper" ist fast einen Meter lang und mit Abstand meine umfangreichste Arbeit überhaupt. Es ist eine sehr aufwendige Schnitzarbeit mit konstruktiven Schwerpunkten." Nun hofft der Schnitzschulleiter auf ein gutes Jahr 2013 mit weiterer erfolgreicher Fortsetzung der Arbeit und gutem Zuspruch der Schnitzschüler, die jederzeit im Erzhammer willkommen sind.